Früher-Heute: Highlights der Unistädte

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Villa Hügel (Krupp Essen). Foto: Dieter Schütz/ pixelio.de

Teil 3: Essen-Duisburg

Villa Hügel

Hart wie Kruppstahl – den Ausdruck kennt ihr bestimmt. Er zeigt den Stolz auf die erfolgreiche Stahlproduktion im Ruhrgebiet, die eng mit dem Namen Krupp verbunden ist. In Essen hat die Industriefamilie nicht nur gearbeitet, sondern auch gewohnt. Durchaus etwas herrschaftlicher in der Villa Hügel. Die Unterkunft ist noch heute repräsentativ, denn die Villa ist ein riesiges Gebäude, das an ein Schloss in einer Parkanlage erinnert. 8.100 Quadratmeter mit über 260 Räumen boten für mehrere Generationen und Gäste ausreichend Platz. Außerdem konnte man sich bei Spaziergängen am nahen Baldeneysee gepflegt die Beine vertreten. Heute gibt es viele Sonderveranstaltungen mit Konzerten und Kunstausstellungen. Bei einem Besuch kann man auf einem Rundgang durch das Gebäude noch etwas von der Größe und Bedeutung der Industriedynastie spüren.

 

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Museumsdampfer Duisburg. Foto: Dieter Schütz/ pixelio.de

Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

Schauplatz Duisburger Hafen. Bereits vor Jahrhunderten nutzte man die Einmündung der Ruhr in den Rhein als Schifffahrtsplatz. Im 18. Jahrhundert wurde der Ruhrort Hafen als Binnenhafen ausgebaut und erhielt auch überregional große Bedeutung als Umschlagplatz für Waren. Heute gelten die Anlagen in Duisburg als größter Binnenhafen Europas. Mit dem Hafen gewachsen ist auch eine Sammlung mit Andenken und Erklärungen. Zuerst wurden Exponate im Duisburger Rathaus gezeigt, anschließend stärker wasserverbunden in einem Hallenbad, das nicht mehr von Schwimmern genutzt wurde. Heute strömen die Besucher in das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt im Stadtteil Ruhrort. Bei gutem Wetter ist sogar ein originales Schiffserlebnis auf Oscar Huber möglich. Das Museumsschiff stillt nicht nur den Wissensdurst, sondern bietet auch etwas Schifffahrtsromantik.

 

Wasserturm am Steeler Berg

1883 begannen die Bauarbeiten für den großen Wasserspeicher an der heutigen Steeler Straße in Essen. Das gespeicherte Trinkwasser konnte als neue technische Errungenschaft in den niedriger gelegenen Wohnungen ohne Pumpsysteme aus den Leitungen fließen. Wer so eine moderne Wasserversorgung im Haus hatte, der musste nicht draußen Wasser schöpfen oder aus einem Brunnen hochpumpen. Die Funktion als Wasserspeicher hat am Steeler Berg die Jahrzehnte überdauert. Bis heute wird der Turm als eine der acht Trinkwasseranlagen der Stadt Essen genutzt. Aber der Wasserturm kann noch mehr. Schon beim Bau wurde ein Restaurant in der unteren Etage des Turms eingerichtet. In über 130 Jahren hat der Turm viele Umbauten und Restaurierungen erlebt. Die Idee, Essen und Trinken zu verbinden, ist aber jung geblieben. Heute hat sich auch die Essener Tafel im Turm niedergelassen.

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