Früher-Heute: Highlights der Unistädte

 Teil 2: Bochum

664531_web_R_by_Uli x._pixelio.de

 

Eine Distel im Botanischen Garten. Foto: Uli x./ pixelio.de

Botanischer Garten

Wer für Seerosen und tropische Pflanzen schwärmt, muss nicht sofort auswandern. Eine gute Alternative ist das Studium an der Ruhr-Uni. Direkt hinter Hörsälen, Seminargebäuden und der Mensa beginnt eine andere Welt. Auf knapp 14 Hektar Freiland und 5.000 Quadratmetern Gewächshausfläche sind 13.000 bis 15.000 Pflanzen aus fast allen Kontinenten der Erde gesammelt. Wo früher Groß- und Kleinwild durch heimische Wälder streifte, kümmern sich heute 40 Mitarbeiter um die internationale Flora. Wenige Jahre nach Gründung der Ruhr Uni wurde der Botanische Garten 1968 angelegt, seit 1971 ist das Gelände auf dem steil zur Ruhr hin abfallenden Hang für die Öffentlichkeit zugänglich. Studierende aller Fachrichtungen können dort zwischen den Lehrveranstaltungen ein echtes Tropenfeeling in authentischer Atmosphäre genießen. Und das mitten im Ruhrgebiet.

689911_web_R_B_by_Thomas Waskow_pixelio.de

 

Deutsches Bergbaumuseum Bochum. Foto: Thomas Waskow/ pixelio.de

Deutsches Bergbaumuseum

Mit jedem Schritt im Ruhrgebiet lauft ihr über ein System aus Stollen und Schächten. Wie das früher war und wie hart unter Tage malocht wurde, das kann man heute im Deutschen Bergbaumuseum ganz hautnah erleben. Ohne Umkleide und Henkelmann geht es in die Ausstellung, die alles rund um den Bergbau zeigt. Interessierte können hier schon ebenerdig eintauchen in die Welt des Bergbaus. Wer sich traut und einen größeren Kick braucht, der kann mit einem Aufzug einfahren und wie in einer Zeitreise ein Stollensystem mit Grubenpferd, Arbeitern und Maschinen erleben. Außerdem locken Sonderausstellungen, denn das Bergbaumuseum ist zugleich ein Forschungsinstitut mit internationalen Kooperationen. Wieder am Tageslicht hat man vom Förderturm des Museums aus einen Blick weit über Bochum. Für Detailansichten der lebendigen Gegenwart lohnt sich dann auch ein Fernglas.

Jahrhunderthalle

8.900 Quadratmeter, etwas Düsseldorfer Flair und im Standort flexibel. Vor über 100 Jahren wurde 1902 die Konstruktion der Jahrhunderthalle für eine Gewerbeausstellung in Düsseldorf das erstemal aufgebaut. Ein Jahr später zog die Konstruktion weiter und erstand neu in Bochum Stahlhausen, jetzt aber als Gebläsemaschinenhalle für Bochumer Hochöfen. Mit dem Wandel des Ruhrgebiets hielt die Kultur Einzug. Heute finden in der Bochumer Jahrhunderthalle diverse Großveranstaltungen statt wie etwa Konzerte und Ausstellungen. Und auf der Bühne stehen einmal im Jahr die Preisträger des Steiger Awards und der 1Live-Krone.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.