Ob bei Mann oder Frau: Narzissmus verzerrt Beziehung

Wer seinen Beitrag zur Beziehung ständig überschätzt oder meint, er bekäme vom Partner zu wenig zurück, der leidet möglicherweise unter Narzissmus. Das belegen drei aktuelle Studien der Bochumer Sozialpsychologen um Prof. Dr. Werner Bierhoff. Unter anderem befragte er dafür 250 Studenten zum Thema Beziehung.
Seine Ergebnisse: Je narzisstischer die befragte Person ist, umso mehr überschätze sie die eigene Attraktivität und damit zugleich die eigenen Beiträge zur Partnerschaft. Die verzerrte Selbstwahrnehmung äußere sich darin, dass Narzissten die Leistung des Partners geringer einschätzten als die eigene und kaum würdigten. Die narzisstische Person übe in der Beziehung ständig Druck auf ihren Partner aus.

Männer gelten zwar als das narzisstischere Geschlecht, doch die aktuellen Bochumer Studien zeigen keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Den Narzissmus-Boom der letzten Jahre führen die Experten darauf zurück, dass sich Frauen in ihrem Narzissmus kontinuierlich an den der Männer angleichen.

Mehr Infos zu der gesamten Studie unter www.rub.de/rubin

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