Uni Siegen nimmt Flüchtlinge auf

Die Turnhalle auf dem Adolf-Reichwein-Campus der Universität Siegen wird in den Semesterferien für rund 150 Flüchtlinge zur Notunterkunft umfunktioniert.

Bereits ab dem 20. Juli sollen die Flüchtlinge in der Turnhalle unterkommen können, nachdem am Donnerstag, den 16. Juli, die Bezirksregierung ankündigte, die Turnhalle als Notunterkunft ausgewählt zu haben. Die Bezirksregierung reagiert demnach auf  die steigende Zahl der Flüchtlinge in den letzten Monaten und die Überfüllung der Erstaufnahmeeinrichtungen, wie zum Beispiel in Dortmund Hacheney. 

Noch am gleichen Tag fand eine Begehung der Turnhalle statt. Mit dabei waren die Universitätsleitung, die Polizei, Vertreter der Bezirksregierung, die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz, das zunächst den Boden abdecken will, sowie Trennwände und Betten aufstellt. Das Studierendenwerk hat sich bereit erklärt, die Verpflegung der Flüchtlinge zu unterstützen.

Ein Großteil der Veranstaltungen in der Turnhalle, die während der Semesterferien stattfinden sollten, werden abgesagt. Die Universität Siegen sucht bereits nach Ersatzflächen. Zum Beginn des Wintersemesters am 19. Oktober soll die Turnhalle aber wieder in vollem Umfang für Unizwecke nutzbar sein – die Bereitstellung der Turnhalle komme nur für die vorlesungsfreie Zeit in Frage, heißt es seitens der Universität.

 

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