Exzellenzinitiative: Milliardenschwere Förderung für Elite-Unis abgesegnet

Bund und Länder haben sich nach einigen Diskussionen auf die neue Exzellenzstrategie zur Förderung der Elite-Hochschulen in Deutschland geeinigt. Zuletzt hatte Hamburg mit einem Veto gedroht. Die Projekt-Fortsetzung war ungeklärt.

Am Donnerstag teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Treffen mit den Länder-Ministerpräsidenten mit, dass sich Bund und Länder auf die neue Exzellenzstrategie verständigt haben. Ab 2019 können dadurch elf deutsche Eliteuniversitäten in einem Zeitraum von sieben Jahren mit zusammen 553 Millionen Euro jährlich gefördert werden.

Zuletzt stand das Projekt auf der Kippe, weil die Hamburger Landesregierung Kritik äußerte. Die Chancengleichheit zwischen den Hochschulen war aus Sicht der Hansestadt in der Vereinbarung noch nicht genug berücksichtigt. Mittlerweile konnten sich die Politiker auf einen Kompromiss einigen, der alle Beteiligten zufrieden stellt. Dieser sieht vor, dass die geförderten Hochschulen gründlich bewertet werden, sodass einige von ihnen durch besser geeignete Unis ausgetauscht werden können.

Bund und Länder einigten sich außerdem auf das Programm „Innovative Hochschulen“ für kleinere Unis und Fachhochschulen und den „Tenure-Track-Pakt“ zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, der von 2017 bis 2032 laufen soll. Mit den Projekten werden weitere 1,5 Millionen Euro in die deutschen Hochschulen investiert.