„Wind Risk“: TU erforscht Wirbelstürme

Das Institut für Raumplanung an der TU Dortmund möchte die Vorbereitung auf schwere Stürme verbessern. Dafür erforschen Studenten der TU unter dem Projektnamen „Wind Risk“ gemeinsam mit Universitäten aus Kroatien und Slowenien noch bis Ende 2016 verschiedene Sturmphänomene.

Ziel ist es, neben der besseren Vorbereitung auf solche Ereignisse auch die Risiken besser abschätzen zu können. Dafür werden bis Ende des Jahres noch Daten an drei Standorten gesammelt: Im slowenischen Ajdovščina untersuchen Wissenschaftler der Universität Ljubljana einen starken Föhnwind, in der Region Dalmatien betrachten Studenten der Universität Split verschiedene Wirbelsturmphänomene. Das Dortmunder Institut forscht in der Ruhrgebietsregion und wird dabei von der Stadt Essen, der Feuerwehr und dem Deutschen Wetterdienst unterstützt.

Die Kooperation soll helfen, Ergebnisse aus unterschiedlichen Regionen zusammenzutragen und so auf fast jede Wetterlage vorbereitet zu sein. „Dabei geht es auch um ganz pragmatische Fragen: Wo soll die Feuerwehr zuerst hinfahren? Was hat Priorität? Wie kann sichergestellt werden, dass nicht die Feuerwehr durch versperrte Wege behindert wird?“, erklärt Hanna Schmitt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Raumplanung.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Humanitarian Aid and Civil Protection“ von der Europäischen Kommission unterstützt. Nach Abschluss der Studie soll ein Aktionsplan erstellt werden, der ähnlich schwere Schäden wie beim Pfingststurm Ela vor knapp zwei Jahren verhindern soll. Ela war das zweitteuerste Unwetter der letzten 15 Jahre im Ruhrgebiet und hatte nur in Düsseldorf für Schäden in Höhe von 18 Millionen Euro gesorgt.

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