Städte fordern: Kein Alkohol nach 22 Uhr

An Kiosken und Tankstellen soll zukünftig kein Alkohol mehr nach 22 Uhr verkauft werden. Das fordern Städte und Gemeinden angesichts des steigenden Alkoholmissbrauchs bei Jugendlichen. Sie wollen damit härter gegen das Komasaufen durchgreifen. Zusätzlich möchten Städte und Kommunen auch das Trinken von Alkohol auf öffentlichen Plätzen nach 22 Uhr verbieten.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Gerd Landsberg, verlangte eine «rechtliche Klarstellung“, dass Verkaufsverbote an Tankstellen, Kiosken und Supermärkten zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr zulässig sind. Soweit noch nicht vorhanden, müssten die Bundesländer rechtliche Grundlagen schaffen, «um Alkoholverbote auf bestimmten Plätzen zu erlassen», sagte Landsberg.

Laut Statistischem Bundesamt wurden 2008 rund 25 700 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 20 Jahren aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs in Krankenhäusern betreut. Das ist ein Anstieg von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist die Zahl sogar um 170 Prozent gestiegen.

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