Jobs auf den letzten Drücker

Die Semesterferien nähern sich dem Ende und im Geldbeutel von vielen Studenten herrscht nun totale Ebbe. Nach Klausuren, Hausarbeiten und vielleicht auch einem Urlaub wäre jetzt die perfekte Zeit, um bis zum Semesterstart noch ein wenig Geld zu verdienen. Aber wie bekommt man so kurzfristig noch einen Ferienjob?

Ebbe im Geldbeutel. Foto: Mareike Maack

Ebbe im Geldbeutel? Die kurzfristige Jobsuche kann da nur bedingt helfen. Foto: Mareike Maack

Diese Frage hat sich auch Melina Fuchs gestellt. Die 21-Jährige studiert im dritten Semester BWL an der Fachhochschule Dortmund und weiß wie wichtig es ist, Geld neben dem Studium zu verdienen: „Im Studium kommen viele Ausgaben auf einen zu: angefangen von Studiengebühren, über Kosten für Bücher bis hin zur Miete. Ohne Job ist es daher für viele gar nicht möglich zu studieren.“  Aus diesem Grund testet Melina für pflichtlektüre die Internetseiten  last-minute-job.com und   studentenjobs24.de.  Auf diesen Seiten sollen Jobs speziell für Studenten angeboten werden. Neben Unternehmen, die auf diesen Seiten Gesuche schalten, findet man hier auch private Jobangebote. „Ich bin gespannt, wie kurzfristig man hier einen Job finden kann und ob auf den Seiten überhaupt noch Angebote für Jobs in den Semesterferien vorhanden sind“, sagt die 21-Jährige vor dem Test.

Internet-Jobbörsen im Test

Auf last-minute-job.de kann der User seine Stadt eingeben. Der Internetdienst listet dann die Jobs auf, die dort angeboten werden. Die BWL-Studentin ist überrascht, denn es eröffnen sich ihr direkt einige Angebote für Ferienjobs. Aber dann die ernüchternde Überraschung: „Bei näherem Hinsehen habe ich festgestellt, dass es immer der gleich Job ist, der genau acht Mal angeboten wird – nämlich als Leergutsortierer. Immerhin könnte man den Job sofort beginnen und es ist ein Ferienjob.“

Weiter geht es mit dem Test auf  studentenjobs24.de. Dort kann man nicht die  Stadt, aber die Region anwählen, in der man einen Job sucht. „ Auf dieser Seite öffnen sich direkt einige Seiten mit ganz unterschiedlichen und aktuellen  Job-Angeboten für ganz NRW. Allerdings sind es eher Jobs wie Kassierer oder Call-Center-Mitarbeiter. Einen kurzfristigen Ferienjob habe ich auf dieser Seite nicht gefunden“,  sagt Melina. Trotzdem, wer sein Glück versuchen will, der wird sicherlich auch von Zeit zu Zeit im Internet fündig.

Studentin Melina Fuchs testete für pflichtlektüre Jobbörsen im Internet. Foto: privat

Studentin Melina Fuchs testete für pflichtlektüre Jobbörsen im Internet. Foto: privat

Ferienjobs über die Studentenvermittlung

Dass es nicht ganz so einfach ist, einen Ferienjob zu finden, weiß auch Michael Gelfuß von der Jobvermittlung der Arbeitsagentur am Dortmunder Campus: „Oft haben wir Jobs im Bereich Nachhilfe oder als Kassierer, aber das sind natürlich Jobs. die über einen längeren Zeitraum neben dem Studium laufen“, so der Jobvermittler. Ab und zu kann er aber auch kurzfristig Ferienjobs vermitteln. Die gäbe es zwar nicht in Massen, aber es gibt sie. Um sie nicht zu verpassen, kann man sich direkt bei der Jobvermittlung registrieren.  Die Arbeitsvermittlung meldet sich dann, wenn ein passender Job gefunden wurde. „Oft haben wir kurzfristige Jobs  auf Veranstaltungen und Messen oder für Umzüge zu vergeben.“ Für die Messe „Dortmunder Herbst“ Anfang Oktober sagt Gelfuß schon jetzt voaus, dass einige Angebote reinkommen werden.  „Meist werden dort Helfer beim Aufbau und auch junge Frauen für einen Job als Messehostess gesucht“, sagt Gelfuß. Oft sind es Tätigkeiten, bei denen man körperliche Arbeit nicht scheuen sollte.

Jobsuche auch beim AStA möglich

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Nur in Dortmund gibt es eine extra Jobvermittlung für Studenten. Foto: Archiv

Schlechter stehen die Chancen für Duisburger und Bochumer Studenten bei der Jobsuche. Dort gibt es keine spezielle Studentenvermittlung mehr. „Die Anforderung in den Berufen sind einfach sehr hoch und die Einarbeitungszeit würde für einen kurzfristigen Ferienjob für die Firmen zu viel Zeit in Anspruch nehmen“, begründet Hans-Georg Grein vom Duisburger Agentur für Arbeit. Für Studenten in Duisburg, Essen und Bochum bleibt also nur die Berufs- und Branchenspezifische Stellenbörse der Artbeitsagentur. Die ist aber nicht speziell für Studenten ausgelegt und es lassen sich dort eher selten Ferienjobs finden.

Ein kleiner Geheimtipp bei der Jobsuche sind die ASten an den drei Ruhrgebietsunis. Sowohl in Dortmund auch als Bochum werden über sie Jobs vermittelt. Für die Universität Essen/ Duisburg soll dieser Service demnächst zur Verfügung stehen. Mitunter ist auch ein Blick in die Jobportale der Universitäten hilfreich. So finden sich zum Beispiel beim Dortmunder Stellenwerk auch einmalige Messejobs.

Wenn man über Internetseiten und Jobvermittlung kein Glück hatte, hilft manchmal auch noch die Suche nach einem kurzfristigen Ferienjob über Kontakte zu Verwandten und Bekannten oder aber das diekte Klinkenputzen bei den Firmen.

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