Jan Fitschen: Sportler im Studium

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Auch wenn in den ersten Semestern nicht alles glatt lief, schaffte Jan Fitschen den Spagat zwischen Leistungssport und Uni. Dabei ging sein Studienfach sogar in eine ganz andere Richtung. In unserer Serie „Vom Studenten zum Prominenten“ erzählt er von kooperativen Profs, seinen Höhen und Tiefen im Studium und was für den Sport auf der Strecke bleiben musste.

Was ist die schönste Erinnerung an Ihre Studienzeit?

Der Gedanke an meine Kommilitonen, mit denen man viel Spaß haben, aber auch gut lernen konnte, und der an meine Profs, die fast immer Verständnis für meinen Sport hatten und auch Sonderwünsche z.B. bei Klausurterminen berücksichtigt haben. Besonders die Zeit der Diplomarbeit war spannend. Die üblichen Studentenpartys fielen bei mir wegen des Trainings eher aus ;-).

2006 wurde Jan Fitschen Europameister über 10 000 Meter. Foto: Nike

2006 wurde Jan Fitschen Europameister über 10 000 Meter. Foto: Nike

Und welche ist Ihre schlimmste?

Die ersten zwei Jahre im Studium waren verdammt zäh. Ich hatte oft das Gefühl, es nicht zu schaffen und ständig einer der Schlechtesten zu sein. Zusätzlich waren zu der Zeit meine Kollegen im neuen Laufteam in Wattenscheid wesentlich stärker als ich, so dass es auch dort oft „kräftig auf die Mütze gab“.

Was ist das Besondere am Studieren im Ruhrpott?

Die große Nähe der verschiedenen Universitäten zueinander, die großen Campus-Unis, an denen man fast alles studieren kann, und die durch kurze Wege eine super Zeitplanung ermöglichen. Außerdem gibt es durch die Dichte der Städte zahlreiche Möglichkeiten, sich aus außerhalb des Studentenlebens zu engagieren. Für mich war die Kombination aus Studium und Sport hier perfekt. Das hätte anderswo so nie geklappt.

Was sollte man in seiner Studienzeit auf jeden Fall gemacht haben?

Die Zeit, die man hat, so gut wie möglich nutzen. Viel ausprobieren und z.B. viel reisen. Auslandsaufenthalte, ob als Urlaub oder als Auslandssemester sind spitze. Sprachkurse und Sportangebote der Unis sind oft sehr gut und super günstig.

Welche Tipps geben Sie uns Studenten?

Macht euch immer klar, wie gut es euch eigentlich geht. Auch wenn die nächste Prüfung nervt und es gerade verdammt stressig ist. Bei einem „richtigen Job“ ist vieles schwieriger. Weniger Urlaub, früher aufstehen und oft auch ein Chef, der noch mehr nervt als der Prof gerade ;-).

Jan Fitschen studierte von 1997 bis 2007 Physik an der Ruhr-Universität Bochum und ab 2009 vier Semester Management and Economics an der Fern-Universität Hagen.

Fotos: RUB/UDE/TU Dortmund/Gerd Altmann/AllSilhouettes.com/pixelio.de; Montage: A.-L. Wagner

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