Geiselnahme in Sydney

Im australischen Sydney hält ein Mann mehrere Geiseln in einem Café gefangen. Die Polizei hat Kontakt zum Geiselnehmer und vermutet einen radikalislamistischen Hintergrund.  

Wie viele Geiseln der Mann in dem Café des Schweizer Schokoladenherstellers Lindt festhält, ist unklar. Die Polizei geht von unter 30 Personen, darunter Gäste und Mitarbeiter, aus. Fünf Geiseln konnten entkommen. Ob sie freigelassen wurden oder flohen, hält die Polizei zurück. Bisher heißt es, die Gefangenen seien unverletzt. Der Geiselnehmer sagte dem Fernsehsender „Ten“, er habe vier Bomben deponiert. Zwei befänden sich im Café, die anderen beiden an anderer Stelle im Geschäftsviertel Sydneys, behauptet er. 

Es wird vermutet, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelt. Medienberichten zufolge habe der Geiselnehmer eine IS-Flagge und ein Telefonat mit dem Regierungschef Tony Abbot gefordert. Zwei Geiseln wären außerdem gezwungen worden, eine schwarze Flagge mit arabischen Schriftzeichen an ein Fenster zu halten, bei denen es sich offenbar um das islamische Glaubensbekenntnis handelte. 

Schon seit Monaten herrscht in Australien erhöhte Terrorgefahr. Im September waren mehrere Anhänger des Islamischen Staates festgenommen worden. Australien gehört der internationalen Koalition gegen IS an und fliegt auch Luftangriffe im Irak. 

 Auch in der belgischen Stadt Gent sollen bewaffnete  Männer mindestens eine Geisel in ihre Gewalt gebracht haben. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. 

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