Tausende Studenten vom Dropbox-Leak bedroht?

Montage: Dropbox-Logo und geleakte Passwörter

Millionen Dropbox-Nutzer müssen um die Sicherheit ihrer Daten fürchten. Möglich wurde der Hack, weil diese Nutzer die gleichen Anmeldedaten bei verschieden Diensten benutz haben. Dieser Fehler ist besonders gefährlich, weil so durch nur einen Datenklau gleich mehrere Accounts gefährdet werden. Hier gibt’s die Erste Hilfe für Euren Account.

Wenn Ihr Euch um die Sicherheit Eurer Passwörter Sorgen macht, ist der erste Schritt ganz einfach: vergebt neue. Damit die von vornherein sicher sind, haben wir hier die Regeln zusammengefasst. Außerdem erklären wir Euch, wie Ihr Euch in Zukunft nur noch ein Passwort merken müsst und haben den ultimativen Ratschlag, damit Euren Account so schnell keiner mehr hackt.

Komplizierte Passwörter

Je komplizierter und länger das Passwort, desto besser. Experten raten zu mindestens 12 Zeichen und einer Mischung aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Ganze Wörter wie „Hausschlüssel“ oder eine einfache Zeichenfolgen wie „abc123“ sind nicht sicher, weil Hacker solche Passwörter mit der entsprechenden Software sehr schnell knacken können. Außerdem sollten Zahlen und Sonderzeichen nicht am Ende des Passworts sondern in der Mitte stehen. In der Regel werden Passwörter nämlich genau wegen dieser Gewohnheit von hinten geknackt.

Passwörter, die ein Unbekannter erraten kann, wie zum Beispiel „facebookpasswort“ sind besonders unsicher. Auch Namen von Familienangehörigen oder Freunden sind keine guten Passwörter. Solche Informationen können oft durch einfaches googeln gefunden werden. Ein gutes Passwort ist zum Beispiel „Haus#82)Schlssl“.

Passwort-Manager

Wer sich seine Passwörter nicht merken will, kann dafür auf Programme zurückgreifen. Beliebte Anbieter sind zum Beispiel 1Password oder Password Safe. Solche Programme können zufällige, sichere und besonders lange Passwörter generieren und sie für den Nutzer verwalten. Der muss sich dann nur ein Master-Passwort merken. Die Logins der einzelnen Seiten verwaltet dann die Passwort-App auf dem Computer oder dem Smartphone.

Der Nachteil solcher Apps: Ihr gebt damit Eure Passwörter an Unternehmen weiter, die sie auf ihren Servern speichern. Zwar sind sie dort besonders geschützt und verschlüsselt, ein Risiko bleibt aber trotzdem.

Zwei-Faktor-Authetifizierung

Datenschutz-Experten raten schon seit einiger Zeit zur sogenannte Zwei-Faktor-Authetifizierung. Viele große Firmen wie Facebook, Twitter, Evernote und Apple bieten diese auch an. Die Zwei-Faktor-Authetifizierung nutzt ein zweites Gerät, zum Beispiel ein Smartphone, um die Anmeldung auf der Seite zu bestätigen. Wollt Ihr Euch bei einer Seite einloggen, sendet die einen kurzen Zahlencode an euer Smartphone. Den müsst Ihr dann wiederum auf der Seite eingegeben. Es kann sich also nur jemand in Euren Account einloggen, der auch euer Smartphone hat. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung könnt Ihr in der Regel über die Sicherheitseinstellungen der jeweiligen Seite aktivieren. Eine Erklärung für Dropbox gibt es hier:

 

Die Leaks der letzten Wochen zeigen ganz deutlich: Keine Daten, die im Netz gespeichert sind, sind zu hundert Prozent sicher. Starke – und vor allem viele unterschiedliche – Passwörter und die Zwei-Faktor-Authetifizierung können helfen, persönliche Daten zu schützen. Letzten Endes geht aber jeder, der Daten online speichert, ein gewisses Risiko ein. Wie groß dieses Risiko für Euch ist, hängt auch davon ab, welche Daten Ihr bei Diensten wie Dropbox speichert. 

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