DAAD: Jeder dritte Studierende geht ins Ausland

Jeder dritte deutsche Hochschulabsolvent sammelt nach Angaben des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) während seines Studiums Auslandserfahrungen. Gleichzeitig gehen immer mehr Deutsche für das gesamte Studium ins Ausland, wie es in der Publikation „Wissenschaft weltoffen“ heißt. Die Broschüre wird vom DAAD und dem HIS-Institut für Hochschulforschung herausgegeben und fasst aktuelle Studien zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland zusammen.

Im internationalen Vergleich gehört die Bundesrepublik laut DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel zu den Ländern mit der höchsten Auslandsmobilität. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) nannte als Ziel, dass in Zukunft jeder zweite Student Auslandserfahrungen sammeln soll.

Die Publikation des DAAD zeigt, dass Studierende heute bevorzugt am Anfang ihres Studiums und für kürzere Zeit als früher in ein anderes Land gehen. Außerdem nutzen sie die Übergangszeit zwischen Bachelor- und Master-Studium, um Auslandserfahrungen zu sammeln. Besonders Großbritannien, Frankreich, Spanien und die USA sind bei den Studierenden beliebt. Wirtschaftswissenschaften, Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Medizin sind die Studiengänge mit den meisten Auslandsaufenthalten.

Die Zahl der Studierenden, die ihr gesamtes Studium im Ausland verbringen, hat sich in den letzten zehn Jahren von 52.000 auf 127.000 mehr als verdoppelt. Auch die Zahl der ausländischen Studierenden in Deutschland ist stark gestiegen: Mittlerweile kommt nach Angaben des DAAD und des HIS-Instituts ungefähr jeder zehnte Studierende in Deutschland aus dem Ausland – Tendenz steigend.

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