RUB: Länger leben dank EU-Projekt

Bochum. Europäer sollen bis 2020 zwei Jahre länger leben. Dieses Ziel hat sich das EU-Forschungsprojekt MOPACT (Mobilizing the Potential of Active Ageing in Europe) auf die Fahnen geschrieben. Auch Wissenschaftler der Ruhr Uni Bochum sind beteiligt und forschen für eine höhere Lebenserwartung.

Insgesamt machen 29 Institutionen aus 13 EU-Staaten mit. Das fächerübergreifende Projekt zum Thema „Aktives Altern“ läuft bis 2017 und hat ein Volumen von 7,5 Millionen Euro. Die Bochumer Forscher um den Professor Rolf G. Heinze setzen sich mit dem Schwerpunkt Wohnungswesen auseinander. Dazu gehören neben dem internationalen Vergleich des Wohnens im Alter in Großbritannien, Spanien, Polen und Finnland auch Aspekte der Mobilität und der Informations- und Kommunikationstechnologien.

Der demografische Wandel, speziell das Problem der alternden Gesellschaft, stellt einen Grossteil der europäischen Staaten vor neue Herausforderungen. Aber auch andere Aspekte wie die unterschiedlichen Lebenserwartungen einzelner EU-Staaten werden untersucht.

Laut dem europäischen Demografiereport 2010 konnte in den Berichtsjahren die durchschnittliche Lebenserwartung jährlich um zwei bis drei Monate angehoben werden. Bis 2020 gibt das Projekt nun eine durchschnittliche Erhöhung der Lebenserwartung um zwei Jahre als Ziel aus.