Wettskandal: VfL Bochum-Spiel in den Akten

NEAPEL. Bei den Ermittlungen gegen die Wettmafia ist die Staatsanwaltschaft in Neapel angeblich auf das Bundesligaspiel zwischen dem VfL Bochum und Energie Cottbus (3:2) gestoßen. Laut einem Bericht der italienischen Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ taucht das Spiel vom 28. Februar letzten Jahres in den Ermittlungsakten auf.

Ein festgenommener Spieler aus Italien habe demnach in einem abgehörten Telefonat damit geprahlt, dass er das Endergebnis bereits „eine halbe Stunde vorher schon gewusst habe“. Seinen Angaben zufolge sollen die Wettbetrüger durch Live-Wetten in 20 Minuten 1,2 Millionen Euro gewonnen haben.

Vor dem Bochumer Landgericht stehen momentan vier Angeklagte im ersten Prozess um Europas größten Fußball-Wettskandal vor Gericht. Sie sollen 32 Spiele, unter anderem in Deutschland, manipuliert haben. Insgesamt wird gegen rund 300 Personen ermittelt.



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