Amazon erweitert Streaming-Angebot

Am Montag, 14. November, ist Amazons neuer Streamingdienst „Music Unlimited“ in Deutschland und Österreich gestartet. Dabei handelt es sich nicht um einen Ersatz für „Prime Music“, sondern um ein zusätzliches Angebot. Damit reagiert Amazon auf die Kritik, dass zu wenig Musiktitel in Prime Music verfügbar seien.

Der Unterschied zwischen Amazons Diensten: Prime Music ist in der regulären Prime-Mitgliedschaft enthalten und umfasst circa zwei Millionen Songs. Music Unlimited muss separat von einer Prime Mitgliedschaft für 79 Euro im Jahr für Prime-Kunden erworben werden und enthält circa 40 Millionen Songs.

Auf beide Dienste kann über verschiedene Geräte wie Tablet, Smartphone und PC  zugegriffen werden. Wer kein Prime-Kunde ist, bezahlt die marktüblichen 9,99 Euro monatlich und somit genauso viel wie für den Konkurrenten Spotify. Ein günstiges Angebot, wie die reguläre Prime-Mitgliedschaft Studenten, gibt es für Music Unlimited bisher nicht.

Aber Amazon kommt nicht nur mit neuen Angeboten für die Kunden daher, sondern auch mit einer Preiserhöhung für die Prime-Abos. Ab Februar 2017 kostet der Zugang zu kostenfreier, schneller Lieferung inklusive dem Zugang zu Amazons Streaming-Diensten (Amazon Prime Video und Prime Music) 20 Euro mehr: 69 Euro jährlich. Abonniert ein Kunde zusätzlich Music Unlimited, bezahlt er insgesamt 148 Euro im Jahr an Amazon. Noch kostet die Amazon-Student-Mitgliedschaft lediglich 24 Euro im Jahr. Ob dieser Preis auch erhöht wird, ist unklar. Sicher ist: Music Unlimited ist nicht inklusive, sondern ein kostenpflichtiges Zusatz-Angebot.

Um herauszufinden, ob sich ein Wechsel von Prime Music oder einem anderen Streaming-Dienst zu Music Unlimited lohnt, kann der Dienst einen Monat lang kostenfrei getestet werden. Interessant für Fußball-Fans: Ab Sommer 2017 soll die Fußballbundesliga in der App als Audiolivestream abrufbar sein.