Kommentar: Eure Stimme verleiht dem Stupa Macht!

Stell dir vor, es ist Bundestagswahl und niemand geht hin. Undenkbar, dass das Volk seine Macht aus der Hand gibt und eine kleine homogene Gruppe über das Schicksal vieler entscheiden darf.

Für diese Stupa-Wahl haben sich 85 Kandidaten aus acht Listen aufstellen lassen. (Foto: Gabi Eder/pixelio.de, Teaserbild: Wilhelmine Wulff/pixelio.de)

Das Stupa setzt sich für die Interessen der Studenten ein. Es lohnt sich also für jeden, wählen zu gehen. (Foto: Gabi Eder/pixelio.de, Teaserbild: Wilhelmine Wulff/pixelio.de)

Zum Glück ist das ein realitätsfernes Szenario. Obwohl auch bei der vergangenen Bundestagswahl fast ein Drittel der Deutschen keine Stimme abgegeben hat, ist die Demokratie hierzulande noch weit davon entfernt auszusterben. Komplett aus der Luft gegriffen ist die Situation dennoch nicht: An der TU Dortmund ist die Hochschulpolitik so gut wie unsichtbar. Es gibt keine Plakate, keine Veranstaltungen, keine Informationen über die Arbeit des Studierendenparlaments.

Es ist nicht schwer, in Dortmund sechs Semester bis zum Bachelorabschluss zu studieren, ohne einmal mit dem Stupa in Berührung zu kommen. Die mangelnde Präsenz der Hochschulpolitik zeigt sich deutlich in der Wahlbeteiligung an den Stupa-Wahlen, die im vergangenen Jahr bei gerade mal zehn Prozent lag. Vom 18. bis 21. November finden wieder Wahlen statt. Eine gute Gelegenheit, die Politikverdrossenheit am Campus zu beenden.

Ein starkes Stupa kann das Studentenleben erleichtern

Die ewige Parkplatzsuche an der Uni, das Gedränge in Mensa und Galerie zur Mittagszeit oder die langen Schlangen vor den Kopierern in der Bibliothek – das sind nur drei Beispiele für Dinge, die von zahlreichen  Studierenden der TU als nervig empfunden werden. Die wenigsten wissen, dass sie Vertreter im Stupa haben, die an genau solchen studentischen Problemen etwas ändern können.

Das Stupa setzt sich gegenüber der Uni-Leitung für die Belange der Studierenden ein. Starke Parlamentarier haben die Macht, das Studentenleben an der TU komfortabler zu gestalten. So arbeitet das Parlament derzeit zum Beispiel daran, die Wartezeit auf Prüfungsergebnisse zu verkürzen oder das Semesterticket und den Studierendenausweis auf einer Karte zu kombinieren. Das Stupa kann sich gegenüber der Uni-Leitung aber nur durchsetzen, wenn es durch zahlreiche Studenten-Stimmen legitimiert wurde. Eure Stimme verleiht dem Stupa Macht!

Das Stupa befindet über 800.000 Euro – jedes Jahr

Natürlich kann die Bedeutung eines Stupa nicht mit der Bedeutung des Bundestages gleichgesetzt werden. Auf studentischer Ebene verfügt das Stupa jedoch über viel Macht: Es befindet über einen jährlichen Etat von etwa 800.000 Euro. Mit dem Geld werden Angebote für die Studierenden finanziert. Dazu zählt zum Beispiel die Rechtsberatung des Asta, das Sommerfest oder das Campusradio Eldoradio. Jeder Student zahlt mit seinem Semesterbeitrag in die Haushaltskasse ein, das Stupa entscheidet dann, an wen wie viel Geld geht. So ähnlich also wie die Steuern, die Bürger an den Staat zahlen.

Doch mit einer Wahlbeteiligung von zehn Prozent ist die Legitimation des Stupa mehr als anzweifelbar. Im Klartext bedeutet das, dass 90 Prozent der Studierenden keinerlei Einfluss darauf haben, was mit ihren Gebühren passiert. Die gute Nachricht ist: Das lässt sich ändern. Zwischen dem 18. Und 21. November das Stupa wählen und mitentscheiden. Dann werden eure Interessen auch vertreten.

Gewählt werden kann zwischen 9:30 und 16 Uhr im Seminarraumgebäude, im HG II-Foyer, im Audimax-Foyer, in der Zentralbibliothek, in der Emil-Figge-Straße 50 und auf dem Campus Süd.

2 Comments

  • Teresa Bechtold sagt:

    Hallo Carlo, ganz so übel steht es um die Wahlbeteiligung dann doch nicht, auch wenn sie trotzdem noch erschreckend niedrig ist. Hier einmal die Beteiligung der vergangenen fünf Wahlen: 2012 – 10%, 2011 – 5%, 2010 – 9%, 2009 – 8,4%, 2008 – 11%.

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  • Carlo sagt:

    In welchem Jahr lag die Wahlbeteiligung denn bei zehn Prozent?? 2-3 Prozent wohl eher.

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