Zum Anbeißen schön

Süßes und Herzhaftes, Fleisch und Gemüse, Gesundes und Kalorienbomben: Das Angebot der FH Dortmund kann sich sehen lassen. Noch bis zum 16. November präsentiert der Fachbereich Design in seiner Galerie ein Buchstabenbuffet. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Ein P aus Fleischwurst, ein F aus Schokolade und ein L aus Grapefruit können hier bestaunt werden.

Grapefruit, Erdbeeren, Muscheln oder Porree - alles, was man essen kann diente den Studierende als Inspiration.

Grapefruit, Erdbeeren, Muscheln oder Porree - alles, was man essen kann diente als Inspiration. (Montage: Jennifer Kotte)

„Illustrative Typografie“ heißt die Ausstellung bei der insgesamt 60 Studierende der Studienrichtung „Design, Medien, Kommunikation“ unsere täglichen Lebensmittel mal anders präsentieren. Dazu ließen sie ihren kreativen Ideen freien Lauf, formten Ms und Ks aus Spiegeleiern oder backten Brot in Form von Ts und Fs.

Alles was man Essen kann

Auf den ersten Blick sehen viele Besucher nur den Buchstaben selbst, erst bei genauer Betrachtung fallen die Lebensmittel ins Auge. Bei der Auswahl ihrer Kunstobjekte waren den Studierenden keine Grenzen gesetzt. Lediglich eine Regel galt es einzuhalten: Verwendung findet nur, was man Essen kann! So gehören mit Heuschrecken und Würmern auch Delikatessen aus fernen Ländern zum Repertoire der Ausstellung.

Insgesamt besteht die Ausstellung aus über 1.000 Buchstaben und Zahlen. Die Studenten haben gekocht, gebacken, geschnippelt – und zwischendurch auch ein bisschen genascht. „Wir wollten den Studierenden einmal einen ganz anderen Zugang zur Typografie ermöglichen“, erklärt Professor Johannes Graf. Zusammen mit Professor Dieter Ziegenfeuter rief er das Semesterprojekt ins Leben. Ihre Studierenden sollten ihre Nahrung aus einem anderen Blickwinkel betrachten und sehen, dass man mit Essen doch spielt.

Kressetica, Muscheltica und Sardinia

Mit dem Herrichten der Lebensmittel war es in der Vorbereitung der Ausstellung aber noch nicht getan. Der fertige Grapefruit-, Honig-, und Sardellenbuchstabe musste zum professionellen Fotoshooting, den im Original wären die Lebensmittel in kürzester Zeit verkommen.

Ricarda Schumacher machte mit ihrer Schrift „Kressetica“ viele kleine Kressepflänzchen zum Fotoshootingstar und Denise Klein schuf mit ihren „Busquitletters“ ein süßes Alphabet aus Keksen zum Anbeißen. Auch Schriften wie Muscheltica, Geflügelwurstika, Grapefruitiga und Sardinia haben die Studierenden kreeiert – ihre Namen verraten schon, was sich dahinter verbirgt. Guten Appetit!

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