Duell am Valentinstag: Nur Kommerz oder wahre Liebe?

Valentinstag – der Tag der Rosen, Geschenke und Liebe. Oder doch nur Schnulz und Kommerz? Sollen wir unsere Beziehungen alle an einem Tag feiern oder sollte jede Liebe individuelle Tage haben? Brauchen wir den Valentinstag wirklich? Unsere Autorinnen Kathi Liesenfeld und Anja Lordieck haben unterschiedliche Meinungen zum 14. Februar. 

„Dieser Tag ist absoluter Quatsch“,

findet Anja Lordieck

Tausende rote Rosen, kiloweise Pralinen, nur glückliche Paare – das ist Valentinstag. Freude, Liebe, und vor allem: eine Menge Geld. Ein Tag im Jahr, an dem wir uns alle freuen können,  nicht allein zu sein, sondern in einer Beziehung. Für mich… der allergrößte Schwachsinn.

Ich habe nichts dagegen, wenn ein Paar einen besonderen Tag hat, der nur ihm gehört. An dem es sich auf seine persönliche Liebe besinnt. Essen geht, ins Kino oder irgendetwas anderes macht. Vielleicht, weil es an dem Tag zusammengekommen ist, weil es sich da das erste Mal geküsst hat oder weil irgendetwas anderes wichtiges in der Beziehung vorgekommen ist.

Valentinstag – einfach nur Werbung

Aber ich muss doch nicht meine Liebe feiern, weil irgendein Brauch mir das vorschreibt! Mal abgesehen davon, dass der Valentinstag in Deutschland nur bekanntgeworden ist, weil sich raffinierte Blumenhändler überlegt haben, dass das doch eine prima Werbung ist.

Das hat dann doch nichts mit mir und meiner eigenen Beziehung zu tun. Ich feiere meine Liebe dann mit Millionen anderen. Warum? Weil ich mehr Blumen kaufen soll? Für mich absolut kein Grund, mit meinem Freund etwas Besonderes zu machen.

Zu alt dafür

Ich finde es viel sinnvoller, einfach spontan etwas Cooles zu unternehmen. Valentinstag finde ich eher kindisch. Den habe ich mit dreizehn gefeiert, um meinen Freundinnen unter die Nase zu reiben, dass ich einen Freund habe. Aus dem Alter sind wir wohl raus. Wir sind viel mehr in dem Alter, in dem wir individuelle Beziehungen führen und keine, die wie jede andere ist.

Ich bin also für Tage, an denen Paare ihre Beziehung feiern, aber definitiv gegen den Valentinstag.

„Valentinstag ist ein Muss“,

findet Kathi Liesenfeld

Super ätzend, denken sich viele. Aber ich finde: Ob vergeben oder Single – Valentinstag kann für jeden mehr als nur ein nerviger, schnulziger Tag sein.

Kleine Aufmerksamkeiten erhalten Beziehungen. Oft geht das allerdings im Alltagsstress unter. Es kommt zu Streiterei und es bleibt kaum noch Zeit, um über Dinge zu sprechen und sich zu versöhnen. Genau hierfür ist der Valentinstag ideal: Ein Tag, an dem man sich wirklich Zeit für die Beziehung nimmt. Ob Essen gehen, ein einfacher Filmabend oder nur eine winzige Aufmerksamkeit – all das drückt aus: Egal was war, ich mag dich trotzdem. 

Valentinstag – ein Tag für jeden

All das bezieht sich nicht nur auf schnulzige Pärchen, nein – auch auf Freundschaften. In einer Freundschaft ist es genauso wichtig, dem Anderen Aufmerksamkeit zu geben, zu zeigen, dass man füreinander da ist und sich gern hat. Ob nun in einer Beziehung oder Single:

Valentinstag ist die perfekte Ausrede, um alles liegen und stehen zu lassen und um einen kompletten Tag mit den Liebsten zu verbringen. Außerdem gibt es keinen schöneren Tag, um mit den besten Freunden schnulzige Filme zu gucken, sich mit Schokolade vollzustopfen und über nervige Pärchen zu lästern.

Auch die Liebe braucht einen Tag

„Welttoilettentag“, „Sprich-wie-ein-Pirat-Tag“, „Welt-Party-Tag“ – und selbst den „Welt-Orgasmus-Tag“ gibt es… Da sollte es mindestens einen Tag geben, der der Liebe gewidmet ist.

Zwar profitiert, neben der fordernden Freundin, vor allem die Geschenk-Industrie vom Valentinstag, aber es ist doch schön, dem netten Blumenhändler eine kleine Freude zu bereiten. Schließlich geben wir auch an anderen Festen wie Weihnachten, Ostern oder Muttertag unnötig viel Geld aus – und es macht uns, und vor allem unsere Liebsten, trotzdem glücklich.

Mein Fazit: Ob vergeben, Single oder Blumenverkäufer: Valentinstag lohnt sich für jeden!

das-duell-feeder

Foto: stockxchng/bizior, S. Hofschlaeger/pixelio.de, Montage: Brinkmann/Schweigmann

Teaserbild: flickr.com/Sonny Abesamis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.