UDE-Studie: G8 ist kein Nachteil

Studenten mit Turbo-Abi sind auf ihr Studium genau so gut vorbereitet wie ihre G9-Kommilitonen. Das hat eine Studie der Uni Duisburg-Essen ergeben. 

Die Forscherinnen Dr. Svenja Mareike Kühn und Prof. Isabell van Ackeren testeten für ihre Studie bei 3500 Erstsemestern der UDE methodische Kompetenzen und Persönlichkeit. Gefragt wurden die Studenten unter anderem nach Kenntnissen über wissenschaftliche Methoden, nach Lernstrategien und Selbstorganisation, nach ihrem persönlichen Interesse an ihrem Studienfach und nach der Unterstützung ihrer ehemaligen Schule bei der Studien- und Berufsorientierung. Das Ergebnis: Obwohl die G8-Absolventen im Durchschnitt 1,2 Jahre jünger sind, haben sie im Vergleich zu ihren Kommilitonen mit 13-jähriger Schulzeit nicht mehr Schwierigkeiten mit den Anforderungen im Studium. 

Für die Forscherinnen war das Ergebnis keine Überraschung. Dass sich die verkürzte Schulzeit nicht negativ auf die Studienvorbereitung auswirkt, führen Kühn und van Ackeren darauf zurück, dass nur in der Sekundarstufe I (Klassen 5-9) gekürzt wurde, während die Oberstufe wie früher drei Jahre dauert.

Unabhängig von G8 und G9 sehen die beiden für alle Studenten Verbesserungsbedarf beim Übergang von der Schule zur Uni. Schulen sollten mehr für die Studienorientierung tun, Unis die Studenten im Zeitmanagement besser schulen, so Kühn.

Ihre aktuelle Studie wollen Kühn und van Ackeren weiterführen, um G8 und G9-Absolventen auch im Studienverlauf zu vergleichen. Eine Folgeuntersuchung ist bereits für dieses Jahr geplant.

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