Was sich 2013 für Verbraucher ändert

1,55 Euro und mehr kostete uns der Liter Super im vergangenen Jahr. 2013 sieht das leider nicht anders aus – das Gute ist, dass es jetzt eine Meldestelle gibt, die die Benzinpreise überwachen soll. Mineralölfirmen und Tankstellen müssen ihre Preisveränderungen sofort den Meldestellen mitteilen. Wir können das im Internet einsehen und daran unser Tankverhalten ausrichten. Das ist aber nicht das Einzige, was sich für den Verbraucher 2013 ändert. Einen Überblick gibt uns Pflichtlektüre-Autor Florian Zintl.

Vergangenheit: Die Praxisgebühr war einmal. Foto: Claudia Hautumm / pixelio.de

Vergangenheit: Die Praxisgebühr war einmal. Foto: Claudia Hautumm / pixelio.de / Teaserbild: Thomas Klauer / pixelio.de

Praxisgebühr

Die Praxisgebühr ist weg! Zehn Jahre lang mussten wir in jedem neuen Quartal die unliebsame Gebühr bezahlen, aber in diesem Jahr hatte die Bundesregierung endlich ein Einsehen: die Praxisgebühr ist gescheitert und wird deshalb in diesem Jahr beseitigt.

Minijobs

Bisher konnte der Minijobber 400 Euro in die eigene Tasche verdienen – steuerfrei. Seit dem 1. Januar dieses Jahres hat sich das geändert: zwar dürfen jetzt 50 Euro mehr verdient werden, also liegt die Höchstgrenze jetzt bei 450 Euro, aber dafür zahlt der Arbeitnehmer einen Teil in die Rentenversicherung ein.

Bisher hat dafür der Arbeitgeber gesorgt, indem er einen pauschalen Satz gezahlt hat. Jetzt trägt der Arbeitnehmer die Kosten mit, das heißt bei einem Verdienst des vollen 450 Euro-Satzes zahlt er genau 17,55 Euro im Monat in die Kasse ein. Trotzdem ist es möglich, sich von der Versicherungspflicht entbinden zu lassen.

Über den Sinn der Erhöhung darf spekuliert werden, Experten sehen den Schritt von Schwarz-Gelb eher kritisch. Wolfram Richter, VWL-Professor an der TU Dortmund, sieht die Gefahr, „dass es in gewissen Branchen die Neigung gibt, Ganztags-Jobs in Minijobs zu zerhacken“. Dadurch könnten die eigentlich „stabilen“ Arbeitsplätze wegbrechen.

Ehrenämtler können ab 2013 pro Jahr 2.400 Euro steuerfrei verdienen. Foto: Paulwip / pixelio.de

Ehrenämtler können ab 2013 pro Jahr 2.400 Euro steuerfrei verdienen. Foto: Paulwip / pixelio.de

Ehrenamt

Menschen, die ehrenamtlich arbeiten, bekommen mehr Geld. Konkret bedeutet das zum Beispiel für Trainer, dass sie im Jahr 300 Euro mehr als bisher erhalten – pro Jahr können jetzt 2.400 Euro steuerfrei verdient werden. Außerdem steigt die sogenannte Ehrenamtspauschale um 500 auf jetzt 720 Euro.

Elektroautos

Weil der Verkauf im letzten Jahr nur schleppend voranging, hat die Bundesregierung festgelegt, dass Autos mit Elektroantrieb oder Brennstoffzelle jetzt zehn anstatt wie bisher fünf Jahre lang kraftfahrzeugsteuerfrei fahren dürfen.

Das gilt für alle Neuwagen, die bis 2015 angemeldet werden. Für Zulassungen ab 1. Januar 2016 bleibt es bei fünf Jahren.

Fernbusse

Die deutsche Bahn bekommt Konkurrenz. Die neuen Linien-Fernbusse fahren bei Strecken von 50 Kilometern und mehr relativ preisgünstig. Für Reisende kostet zum Beispiel eine Strecke von Dortmund nach Amsterdam 23 Euro.

Rundfunkbeitrag

Seit Januar gibt es keine Rundfunkgebühr mehr. Zahlen müssen wir trotzdem weiterhin, nur heißt die Gebühr nicht mehr Gebühr, sondern Beitrag.

Die neue Regelung ist relativ simpel – unabhängig davon wie viele Menschen in einer Wohnung leben und wie viele Rundfunkgeräte sie benutzen: pro Wohnung ist nur ein Beitrag zu zahlen. Jeden Monat sind das 17,98€.

Auch das Briefporto wird ab 2013 teurer. Foto: Sabine Weise / pixelio.de

Auch das Briefporto wird ab 2013 teurer. Foto: Sabine Weise / pixelio.de

Briefporto

Vielleicht wird es spätestens in diesem Jahr Zeit auf ein moderneres Kommunikationsmittel umzusteigen: Briefe werden teurer. Bisher kostete uns ein normaler Brief 55 Cent, ab diesem Jahr 58 Cent. Auch der große „Maxibrief“ kostet mehr: 2,40 Euro statt 2,20 Euro.

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