UDE-Studie: Fußballergebnisse beeinflussen Wahlverhalten

Politikwissenschaftler der Uni Duisburg-Essen und Konstanz wollen in einer Studie signifikante Zusammenhänge zwischen den Spielergebnissen der 1. Fußball-Bundesliga und dem Wahlverhalten der Deutschen bei der Bundestagswahl gefunden haben. Demnach belohnen Wähler den Amtsinhaber mit mehr Stimmen, wenn der eigene Verein kurz vor der Wahl gewonnen hat.

Die Forscher verglichen dazu die Ausgänge der Bundesligaspiele des Wahlwochenendes mit den Ergebnissen der Bundestagswahlen. Mit ihrer Analyse haben sie nach eigenen Angaben herausgefunden, dass der Ärger und Frust eines verlorenen Spiels kurz vor den Wahlen auch das Wahlverhalten der Fußballfans beeinflusst.

„Wir können bestätigen, dass Wähler ihre durch den Fußball erzeugten Hochgefühle auch auf ihr politisches Verhalten übertragen“, heißt es dazu von dem Leiter der Studie, Achim Goerres in der Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen. So soll auch die Wahlbeteiligung im Kreis steigen, wenn der lokale Erstligist gewonnen hat. Man könne den Zusammenhang zweifelsfrei belegen. Warum genau die Fußballfans Politiker für verlorene Bundesligaspiele bestrafen, müsse aber noch erforscht werden.