Mein erster Job

Nach der Universität ins Berufsleben durchstarten. Das kann schön werden, stressig – und manchmal auch frustrierend. Sieben Uni-Absolventen berichten.

Der An-der-Uni-Bleiber

Von Philipp Schulte

Ingenieur Christopher Huck. Foto: privat

Ingenieur Christopher Huck. Foto: privat

Nach dem Studium noch länger an der Uni bleiben? Für viele Studenten undenkbar. Schnell weg von Mensaessen und überfüllten Hörsälen, hin zum gut bezahlten Akademikerjob. „Von meinen Studienkollegen bin ich der Einzige, der an der Uni geblieben ist“, sagt Diplom-Ingenieur Christopher Huck (26). Nach 13 Semestern ist er seit Januar wissenschaftlicher Mitarbeiter (WMA) im Fachgebiet Fluidtechnik an der TU Dortmund. Warum er trotz der rosigen Job- Aussichten für Ingenieure weiterhin zum Campus radelt? „An der Uni hat man Möglichkeiten der Weiterbildung und persönlichen Entwicklung, die es in der freien Wirtschaft so nicht gibt.“

Und was ist dran an den Klischees, WMAs seien „bezahlte Studenten“, theoriehörig und praxisfremd? Nichtschwimmer im Haifischbecken der Arbeitswelt? „Auf keinen Fall“, sagt Christopher, „hier ist kein Rumlungern angesagt.“ Neben der Lehre kümmert er sich in seiner 40-Stunden-Woche vor allem um Fach-Projekte. Es ist das große Interesse an seinem Fach, das ihn an der Uni gehalten hat, trotzdem ist ihm wichtig, immer noch genug Zeit für Privates zu finden; zum Beispiel seine Pfadfindergruppe. Ein Job, der ihm alle Freizeit raubt, käme auf Dauer nicht in Frage – „dann lieber weniger Geld.“ Was er als WMA verdient? „Verhungern tu‘ ich bestimmt nicht“, sagt Christopher und grinst. In fünf Jahren will er seinen Doktortitel einrahmen „und dann gehe ich die Wirtschaft. Forschung, wenn’s geht.

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