Silvester: Köln stellt Sicherheitskonzept vor

Um Übergriffe wie in der vergangenen Silvesternacht zu vermeiden, will die Kölner Polizei mit umfangreichen Maßnahmen für mehr Sicherheit beim diesjährigen Jahreswechsel sorgen.

Rund 1500 Polizeibeamte sollen in der diesjährigen Silvesternacht im Einsatz sein. Damit stockt die Polizei das Personal um gut das Zehnfache auf: Beim Jahreswechsel 2015 waren es nur rund 140 Polizisten. Hinzu kommen etwa 600 Mitarbeiter des Ordnungsamtes und von privaten Sicherheitsfirmen. Damit reagiert die Stadt auf die Vorfälle der vergangenen Silvesterfeier, in der etwa 650 Frauen Opfer eines Übergriffs wurden, die meisten Taten waren Sexualdelikte.

Rund um den Kölner Dom soll durch Absperrgitter außerdem eine Schutzzone entstehen, in der keine Feuerwerkskörper gezündet werden dürfen. 2015 wurden Raketen und Böller wahllos oder auch gezielt auf Menschen geschossen. In der vergangenen Silvesternacht kam es auch im Kölner Hauptbahnhof zu chaotischen Zuständen und Übergriffen. Um das zu vermeiden, sollen die Züge am Bahnhof so ein- und abfahren, dass die Fahrgäste möglichst selten den Bahnsteig wechseln müssen und weniger Gedränge entsteht. Weil sich die Polizei schon jetzt ein Bild von der Stimmungslage machen möchte, beobachten Mitarbeiter, was in sozialen Netzwerken geschrieben und gepostet wird.