Nach Istanbul-Anschlag: Festnahmen prokurdischer Politiker

Nach dem Doppelanschlag in Istanbul mit 38 Todesopfern hat Erdogan bei landesweiten Einsätzen 118 Vertreter der prokurdischen Demokratischen Partei der Völker (HDP) festnehmen lassen.

Unter den Festgenommenen seien auch die HDP-Chefs gewesen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Den Verdächtigen werden demnach Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vorgeworfen.

Bereits zum fünften Mal in diesem Jahr wurde in Istanbul ein Anschlag verübt, zuletzt am Samstag (10.12.) im Stadtteil Besiktas. Unter den Toten seien 30 Polizisten, sagte der türkische Innenminister Süleyman Soylu. Mehr als 150 weitere Menschen seien verletzt worden. Zu den Taten bekannten sich die Freiheitsfalken Kurdistans (TAK), eine Splittergruppe der PKK. Erdogan kündigte Vergeltung an: Die Täter müssten einen „noch höheren Preis bezahlen“, sagte er in Istanbul.