Flüchtlinge sollen Uniplätze bei Facebook entdecken

Deutsche Hochschulen sollen über soziale Netzwerke mehr Flüchtlinge anwerben. Dafür setzte sich am Dienstag der Wissenschaftsrat in einer über 200 Seiten langen Empfehlung ein. Dem Rat zufolge reicht es nicht aus, auf Anfragen von Flüchtlingen zu warten.

Bei der großen Aufgabe der Integration müssen die Universitäten aktiv handeln, teilte der Wissenschaftsrat mit. Da soziale Netzwerke wie Facebook für Flüchtlinge leicht zugänglich sind, sollten die Informationen über die Studienmöglichkeiten dort verbreitet werden. Zudem solle schon direkt beim Asylantrag festgestellt werden, welche Qualifikationen die Flüchtlinge haben, um ihnen das Verfahren zu erleichtern.

Dabei machte der Wissenschaftsrat auf zahlreiche Hindernisse für die Flüchtlinge aufmerksam: Bei Einschreibungen in Universitäten wird die Krankenversicherung verlangt, obwohl Flüchtlinge in den ersten 15 Monaten ihres Aufenthaltes nicht krankenversichert seien. Es mangle an Integrationskursen und speziellen Angeboten für Studieninteressierte. Insgesamt appellierte der Wissenschaftsrat an die Hochschulen, sich um mehr internationale Studenten bemühen. 

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