12. Juli 1998: Damals, als…

…Frankreich im eigenen Land Weltmeister wurde.

Uruguay 1930, Italien 1934, England 1966, Deutschland 1974, Argentinien 1978 – bereits fünf Mannschaften war es gelungen, die WM im eigenen Land zu gewinnen, bevor das Turnier 1998 in Frankreich stattfand.

Die „Equipe Tricolore“ wollte nach drei Halbfinaleinzügen bei Weltmeisterschaften endlich erstmals ins Endspiel. Nach einem Golden Goal gegen Paraguay, einem Sieg im Elfmeterschießen gegen Italien und einem knappen 2:1 gegen Kroatien war dieses Ziel erreicht. Im Stade de France hieß der Gegner am 12. Juli 1998 Brasilien.

Zwei Kopfballtore von Zinedine Zidane brachten die Franzosen bereits vor der Pause mit einer Hand an den Pokal. Gegen lethargisch agierende Brasiliener um einen besonders schlecht aufgelegten Topstar Ronaldo hatte Frankreich selbst keine Probleme, nachdem Marcel Desailly 20 Minuten vor dem Ende vom Platz geflogen war. Den Endstand besorgte Emmanuel Petit in der Nachspielzeit – die WM-Historie hatte ihren siebten Weltmeister.