RUB: EU fördert Projekt LUMINET

Die Europäische Union hat in ihrem siebten Forschungsrahmenprogramm das Projekt LUMINET zur Erforschung von Leuchtstoffen mit 3,6 Millionen Euro gefördert. Ein Netzwerk von 10 akademischen und 2 industriellen Forschungseinrichtungen hat sich zusammengeschlossen, um talentierte Jungwissenschaftler zu Experten auf dem Gebiet auszubilden. Prof. Dr. Anja-Verena Mudring vom Lehrstuhl für Anorganische Chemie 3.0 der Ruhr-Universität koordiniert das Netzwerk.

Die Europäische Kommission benannte lumineszierende Materialien als eine Schlüsseltechnologie der nächsten Generation. Leuchtstoffe kommen zum Beispiel in medizinischen Geräten, Computerbildschirmen, Smartphones oder Euro-Banknoten vor. „Weltweit verbraucht alleine die Beleuchtung einen großen Teil der elektrischen Energie, etwa 20 Prozent“, sagte Prof. Mudring gegenüber der RUB. „Es könnten bis zu 50 Kernkraftwerke ersatzlos vom Netz genommen werden, wenn alle Glühlampen durch effiziente Energiesparlampen oder LEDs ausgetauscht würden.“

Viele Leuchtstoffe basieren auf Seltenen Erden. Seit China, einer der Hauptproduzenten, die Ausfuhr der Erden limitiert hat, sind die Preise für diese wertvollen Rohstoffe stark gestiegen. Daher ist die Suche nach Leuchtstoffen, die mit weniger oder sogar gänzlich ohne Seltene Erden auskommen, ein wichtiges Forschungsthema.

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