Für die Doktorarbeit nach Japan

An den 11. März 2011 wird man sich in Japan wohl für immer erinnern. Nach einem Erdbeben und einem Tsunami kam es in drei Reaktoren des Kernkraftwerks in Fukushima zur Kernschmelze. Bei der Naturkatastrophe starben rund 18.500 Menschen, Hunderttausende verloren ihre Heimat. Florian Meißner ist als Doktorand des Dortmunder Instituts für Journalistik nach Japan gereist und hat dort acht Monate lang zur Berichterstattung über das Unglück geforscht.

Die Idee dazu bekam er durch seine Frau. Da sie Halbjapanerin ist, hatten die beiden 2011 auch die japanische Medienberichterstattung über die Katastrophe im Blick. Ihnen fiel auf, dass die Berichterstattung unterschiedlich war: Während man sich zum Beispiel in Deutschland sehr auf den Nuklearunfall in Fukushima konzentriert hätte, habe der Fokus der japanischen Medien stärker auf den Auswirkungen des Tsunamis gelegen.

Unterschiedliche Schwerpunkte in der Berichterstattung

Für seine Dissertation wollte er die Hintergründe der Unterschiede erforschen. Ihm war klar, dass es keinen Sinn machen würde, nur von Deutschland aus zu forschen. „Man muss für so ein Projekt schon an der Quelle sein“, sagt er. Deswegen bewarb er sich über das Referat Internationales der TU an der Tohoku Universität in Sendai, einer Partneruniversität der TU. Am 1. April flog er nach Japan. 

Mit seiner Forschung möchte Florian Meißner die deutsche und japanische Journalismuskultur skizzieren. Dafür sprach er mit Forschern und Journalisten aus beiden Ländern und hat außerdem ein Praktikum bei der „Japan Times“ gemacht, um den japanischen Journalismus selbst kennen zu lernen.  

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Teaserbild: Feans/flickr.com

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