Keine Studiengebühren mehr in Deutschland

Niedersachsen hat als letztes Bundesland die Studiengebühren abgeschafft. Am Dienstag stimmte die rot-grüne Landesregierung für ein Gesetz „zur Verbesserung der Chancengleichheit durch Abschaffung und Kompensation der Studienbeiträge.“ Ab Herbst 2014 ist das Erststudium an deutschen Hochschulen gebührenfrei.

Seit sieben Bundesländer, darunter auch Nordrhein-Westfalen, im Jahr 2005 die Studiengebühren eingeführt hatten, diskutieren Hochschulen und Studierende über deren Abschaffung. Hessen hat die Uni-Maut 2008 als erstes Bundesland wieder aufgehoben, NRW folgte 2011. Zuletzt hatte auch die bayerische Landesregierung im Frühling 2013 dagegen gestimmt, Niedersachsen macht den Schluss.

SPD und Grüne in dem Bundesland lösen damit ein Versprechen ein: Sie hatten im Wahlkampf damit geworben, die Studiengebühren abschaffen zu wollen. Der Gesetzesentwurf „zur Verbesserung der Chancengleichheit durch Abschaffung und Kompensation der Studiengebühren“ soll jungen Menschen Zugang zu einem Hochschulstudium verschaffen – unabhängig von Finanzen und Bildungshintergrund der Eltern. Zum Wintersemester 2014/2015 soll er in Kraft treten.

Einen Beitrag müssen bundesweit künftig nur noch Langzeitstudierende zahlen. Überschreiten sie die Regelstudienzeit um sechs Semester, fällt eine Gebühr von 500 Euro an. Bislang war die Grenze bei vier Semestern angesetzt.

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