Gebühren schrecken nicht vom Studium ab

Berlin. Studiengebühren schrecken nicht per se vom Studium ab. Das hat eine Studie des renommierten Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) herausgefunden.

Die Forscher Marcel Helbig und Tina Baier gehen davon aus, dass Studenten das Studium trotz Kosten beginnen. Dies hänge damit zusammen, dass die Studenten aus „Mehr Geld für’s Studium“ auch „Mehr Qualität der Lehre“ folgerten. Die Studenten stellten also eine Kosten-Nutzen-Rechnung auf. Vor allem Kindern von Nicht-Akademiker-Eltern sähen im teureren Abschluss einen höhren Stellenwert ihres Studiums.

Die Erhebungsmethode der Forscher ist allerdings umstritten: Helbig und Baier haben Jahres-Stichproben von Studiumswilligen aus den Jahren 1999 und 2008 gezogen. Also aus Jahren ohne und mit Studiengebühren in einzelnen Bundesländern. Das Ergebnis nach der Befragung: „Kein signifikanter Rückgang der Studienneigung durch Studiengebühren“. Andere Forscher bemängeln unter anderem die Art der Erhebungsmethode und die Auswertung der Daten.