Der Fritteusen-Dynastie verpflichtet

pottrait_headerDas Ruhrgebiet wäre ohne Pommes-Currywurst nicht vorstellbar. Dafür, dass das so bleibt, sorgt auch Ludger Höver. Er ist Inhaber der Speisegaststätte Höver in Waltrop, besser bekannt als „Curry Heini“.  Seit bereits 47 Jahren werden in der mehrfach ausgezeichneten Kult-Pommesbude im nördlichen Ruhrgebiet Pommes & Co. unter das Volk gebracht.

Heinrich „Curry Heini“ Höver brachte den Stein ins, bzw. die Currywurst zum Rollen, als er vor 47 Jahren die Speisegaststätte Höver aufmachte. Der Pommesführer Ruhr adelte ihn bereits zum „Pommespapst“ und Kultfigur der deutschen Pommes-Szene und zeichnete ihn für sein Lebenswerk aus. Auch Einladungen zu Günther Jauch und Besuche verschiedenster Fernsehsender vergrößerten die Bekanntheit des „Curry Heini“ im beschaulichen Waltrop. Großen Anteil an diesem Kultfaktor hatte wohl auch der ruhrgebietstypische raue, aber herzliche Umgangston. Ludger Höver übernahm 2005 nicht nur den lautstarken Ton des Vaters, als „Curry Heini“ das Zepter an den Sohn weitergab, sondern natürlich auch die Currysauce.

Ludger Höver: Ein Leben ohne Fritten wäre für ihn unvorstellbar Foto: Christian Teichmann

Ludger Höver: Ein Leben ohne Fritten wäre für ihn unvorstellbar | Foto: Christian Teichmann

„Was da rein kommt erzähle ich Dir nicht!“ Ludger muss natürlich dieses Familiengeheimnis wahren. Doch gibt er Einblick in seine Arbeit, die er liebt. Zusammen mit der Frau, mit der Familie, wird er das Erbe des „Curry Heini“ weitertragen. Denn auch er findet, dass es ohne Pommes nicht geht: „Das erste was, ich nach vier Wochen Sommerpause mache, ist `ne Currywurst Pommes. Dann wird die Familie eingeladen und dann hauen wir uns `ne Currywurst-Pommes rein! Wenn man die vier Wochen nicht hatte, ist das natürlich Entzug!“ Der bekennende Mönchengladbach-Fan Ludger wird also weiter gerne mit seinem Familienbetrieb dafür Sorge tragen, dass die Fritteuse – anders als viele Hochöfen im Ruhrgebiet – nicht stillgelegt wird.

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