Superstars: Wie funktioniert die Suche nach Anerkennung?

Casting-Shows boomen. Aber wieso ziehen Bohlen und Co. eigentlich immer wieder ein Millionen-Publikum vor die TV-Geräte? Frank Abt’s neue Inszenierung „Superstars“ im Schauspielhaus Bochum sucht nach Antworten.

von Thomas Terhorst

zu sehen v.l.n.r.:  Cornelius Schwalm, Marco Massafra

zu sehen v.l.n.r.: Cornelius Schwalm, Marco Massafra

Aber von Vorne. Wie in einer Casting-Show stellen sich die Schauspieler per Videoaufnahme dem Publikum vor. Dabei sind sie ziemlich aufgeregt, denn sie wollen eine Band gründen und für ein paar Wochen auf Tournee gehen. Allerdings gibt es ein Problem: Ahnung von Musik hat nur einer – Torsten Kindermann. Die Anderen haben noch nie ein Instrument gespielt.


Monologe basieren auf echten Interviews

Wieso die Fünf trotzdem als Musiker berühmt werden wollen? Abt zeigt es. Er inszeniert Monologe, basierend auf echten Interviews von Menschen, die alle eines gemeinsam haben: Sie suchen Anerkennung. Auf der Bühne sprechen die Schauspieler für die Interviewten. So verkörpert Jele Brückner ein Mädchen, das zwar schon mit 16 für den Film entdeckt wurde, aber immer noch auf den ganz großen Auftritt wartet.

zu sehen v.l.n.r.:  Jele BrŸckner und Band

zu sehen v.l.n.r.: Jele BrŸckner und Band

Marco Massafras ist ein Jurist der durch Geld seine Anerkennung suchte und dafür sogar ins Gefängnis ging. Cornelius Schwalm versetzt sich in die Rolle eines Bochumer Taubenzüchters, der früher einmal große Erfolge mit seinen Tieren hatte. Es sind Personen mit tragischen Geschichten, die nun den Schritt zum Casting wagen.

Der Zuschauer ist hautnah dabei

Für die fünf Bandmitglieder auf der Bühne heißt es erst einmal üben, üben, üben. Und der Zuschauer, der erlebt es mit. Alle Emotionen, alle Peinlichkeiten – das ist eben Reality-Theater. Ob die Band es letztendlich zu ihrem großen Auftritt schafft, ist noch bis zum 26. Dezember im Bochumer Schauspielhaus zu sehen.

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