Hummels am Herd

Er ist 21 Jahre alt, einer der besten Innenverteidiger der Bundesliga und kochen kann er auch noch. Das bewies BVB-Star Mats Hummels seinen Fans am Samstag in der Westfalenhalle. Dort plauderte er nicht nur über seine Aufgaben in der Küche, sondern auch über seine künftige Rolle in der Nationalmannschaft.

Mats Hummels beim Kochen in der Westfalenhalle.

Mats Hummels beim Kochen in der Westfalenhalle. Foto: Matthis Dierkes

Schon lange vor Beginn der Veranstaltung sitzen zwei ältere Damen im Publikum. In der ersten Reihe haben sie Plätze ergattert. „Wir sind nur wegen Mats gekommen. Mal sehen, was der so kochen kann.“

Um 15:10 ist es dann soweit: Mats Hummels tritt mit schwarzer Schürze um die Taille an den Herd, er begrüßt kurz den Moderator. Für die Zuschauer hat er mehr Worte übrig. Bevor es mit dem Kochen losgeht, wird er gefragt, was er zu Hause in der Küche zu tun habe: „Ich bin da mehr der Mann fürs Handwerkliche“, erzählt der BVB-Riese. Während er Möhren und Chilischoten schneidet, antwortet er ehrlich auf alle Fragen, die ihm gestellt werden.

Ja, natürlich kochen er und seine Freundin auch mal zu Hause. Immer dann, wenn die Zeit dazu reicht. Dann gibt es viel Gemüse, schließlich muss er als Profi auf seine Ernährung achten. „Zum Nachtisch gönne ich mir dann aber auch mal ein Eis“, gibt Hummels zu. Auch zu einem Nutella-Brot zum Frühstück sagt der 21-Jährige nicht nein.

Auf einmal geht es bei der kleinen Koch-Show nicht mehr ums Essen. Der Fußball steht wieder im Vordergrund. Hummels wird gefragt, ob er auch Fan einer anderen Mannschaft sei. Er erzählt, dass er anfangs großer Fan von Mainz 05 war, dann nach München kam und dort viele neue Freunde gefunden hat. Vor zwei Jahren ging er dann nach Dortmund. Als er beim ersten Spiel auf den Rasen lief, fiel sein erster Blick auf die Südtribüne – die „Gelbe Wand“: „Ich hatte schon viel davon gehört, aber dass dort so eine Atmosphäre sein würde, hätte ich nicht gedacht“, sagt Hummels heute.

Und als das Essen schon fast fertig ist, kommt noch einmal die leidige Frage auf: Wie geht es in der Nationalmannschaft weiter? Der junge Dortmunder bleibt bescheiden: „Die Zeit wird noch kommen“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Zeit für mehr Fragen hat er aber nicht. Das Hackfleisch mit scharfem Gemüse muss auf die Teller. Schnell verabschiedet sich der BVB-Star. Er verlässt die Westfalenhalle allerdings nicht, ohne vorher noch eine Autogrammstunde zu geben.

Die beiden älteren Damen interessiert das nicht mehr. Eine Unterschrift ihres Stars haben sie schon längst. Dass er auch in der Küche in der oberen Liga mitspielt, wussten sie vor ihrem Besuch in der Westfalenhalle noch nicht.

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