Ringen um neue Kanzlerin an der TU

Wer ab dem Wintersemester Kanzler oder Kanzlerin der TU Dortmund wird, ist immer noch nicht entschieden.
Der Hochschulrat der TU hat zwar die Juristin Regina Zdebel am 4. Juni zur neuen Kanzlerin gewählt, aber es gibt ein  Problem: Sie wurde gleichzeitig an der FernUniversität Hagen als Kanzlerin wiedergewählt. „Unser Ziel ist eine Besetzung des Postens bis zum 1. Oktober 2009, bislang hat sich Frau Zdebel noch nicht entschieden“, sagt der Leiter des Rektoratsbüros der TU Dortmund, Bernd Lilienthal.  Der derzeitige Kanzler, Dr. Roland Kischkel, wird aller Voraussicht nach an die Uni Wuppertal wechseln.

Die Hochschulexpertin Zdebel, seit 2001 Kanzlerin der FernUni Hagen und von 2004-2006 stellvertretende Bundessprecherin der Kanzlerinnen und Kanzler der deutschen Universitäten, hatte sich auf Ausschreibungen beider Unis beworben. NRW-Hochschulen handeln im Zuge des Hochschulfreiheitsgesetzes seit dem 1.1.2007 unabhängig vom Land. Deshalb ist es normal, dass auch leitende Verwaltungsposten immer befristet sind und es Bewerbungsverfahren gibt. Von daher ist die Doppel-Wahl nichts Ungewöhnliches.

Nach der Wahl durch den Hochschulrat und der Bestätigung durch den Senat tritt die neu gewählte Kanzlerin nun erst einmal in Verhandlungen mit den beiden Unis. „Wir nehmen an, dass die Verhandlungen noch einige Zeit dauern werden, immerhin muss Frau Zdebel viele für sie persönlich relevante Fragen klären“, sagt Susanne Bossemeyer, Sprecherin der FernUniversität Hagen. Hier hat Zdebel nun eine ausgezeichnete Verhandlungsbasis, denn auf der einen Seite möchte die Uni Hagen ihre langjährige Kanzlerin gerne behalten, auf der anderen Seite wäre die TU „hoch erfreut, eine Fachfrau wie Frau Zdebel als Kanzlerin in Dortmund begrüßen zu dürfen“, so Lilienthal.

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