Countdown läuft für Ruhrfestspiele

Stücke von Ibsen oder lieber Impro-Theater? Mit Star-Glanz auf der Bühne und Artistik in der Fußgängerzone lockten die Ruhrfestspiele in Recklinghausen. Einige Highlights stehen jedoch noch aus.

Ganz der Gentleman: Schauspieler Ethan Hawke schenkt seiner Kollegin Rebecca Hall Kaffee ein auf der Pressekonferenz bei den Ruhrfestspielen

Ganz der Gentleman: Ethan Hawke schenkt bei der Pressekonferenz zu den Ruhrfestspielen seiner Kollegin Rebecca Hall Kaffee ein. Foto: Brüning

Ein Muss für alle Theater-Fans: Noch bis Sonntag, 14. Juni, laufen in Recklinghausen die Ruhrfestspiele, und damit auch viele Schauspiel-Stars über den roten Teppich. Bekannte deutsche Darsteller wie Maximilian Schell in “Lieben Sie Strindberg?“, oder Harald Schmidt mit seinem Hamlet-Musical „Der Prinz von Dänemark“ waren zu Gast. Aber auch internationale Schauspieler kamen ins Ruhrgebiet wie zum Beispiel beim britisch-amerikanischen “Bridge Project“, bei dem unter anderem auch Hollywood-Filmstar Ethan Hawke in Shakespeares “Wintermärchen“ mitwirkte.


Freies Theater in der Stadt

Wer nicht dabei war, hat aber noch lange nicht alles verpasst:
Zu den Ruhrfestspielen gehört nämlich auch das Fringe-Festival, das noch bis Freitag, 12 Juni, läuft. Fringe – das heißt auf Deutsch so viel wie „Randgebiet“: Denn dabei steht nicht das klassische Theater im Vordergrund. Hier toben sich vielmehr Gruppen der freien Theaterszene aus.

Besucher erwartet Improvisations-, Körper- oder Tanztheater, schräge Stücke; aber auch Kunst auf der Straße: Denn beim Fringe-Open Air Programm in Recklinghausen gibt es auf dem Altstadtmarkt, in der Krim und am Busbahnhof Slapstick, Artistik, Livemusik und vieles mehr zu sehen.

Für das Festival sind viele internationale Theatergruppen gekommen. Den weitesten Weg hatten wohl das „The Suitcase Royale“-Ensemble aus Australien, das sein absurd-komisches Musik-Theaterstück „The Ballad of Backbone Joe“ präsentiert. Wie bei den Ruhrfestspielen, die Festspielleiter Dr. Frank Hoffmann unter dem Thema „Nordlichter“ präsentiert, gibt es auch hier Stücke von, mit, über und aus Skandinavien sowie Großbritannien; wie zum Beispiel die Show und Show-Kritik „Entertainment Island“ und das mit dem Fringe Award prämierte „In A Thousand Pieces“. Aufführungen finden im Fringezelt statt, das in diesem Jahr zum ersten Mal in der Innenstadt auf dem Schulhof des Gymnasiums Petrinum steht.

Folgendes könnt ihr noch sehen.

Im Fringezelt:

Entertainment Island (10. Juni bis 12. Juni, jeweils ab 17 Uhr): Nimmt mit Tanz, Performance-Kunst und Satire das Showgeschäft auf die Schippe.

The Ballad of Backbone Joe (11. Juni bis 12. Juni, jeweils ab 19 Uhr): Die australische Band singt in ihren abgründigen Songs von Abenteuergeschichten aus dem australischen Outback.

In a Thousand Pieces (10. Juni bis 12. Juni, jeweils ab 21 Uhr): Das britische Theaterstück erzählt die Geschichte einer Sex-Sklavin, die nach Westeuropa verkauft wird.

Eintritt ins Fringezelt ermäßigt: 9.50 Euro

In der Innenstadt:

Fringe Open Air: Mittwoch, Freitag und Samstag (Entritt: umsonst)

Im Ruhrfestspielhaus:

Here & Now: eine Rock-Reality-Revue (11.Juni ab 18Uhr, 12.Juni ab 20Uhr, 13.Juni ab 18Uhr, 14.Juni ab 18Uhr, Spielort: Kleines Theater, Eintritt: 13,50 bis 21 Euro)

Das Wunder von Schweden: ein Möbel-Musik-Stück (11.Juni ab 18 Uhr, 12.Juni ab 20Uhr, 13.Juni ab 18Uhr , 14.Juni ab 18 Uhr, Spielort: Großes Haus, Eintritt: 10,50 bis 26 Euro)

Nähere Infos findet ihr unter:

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