Sechs Verletzte bei Arbeitsunfall in Duisburger Hüttenwerken

Bei einem Gasunfall an einem Hochofen der Duisburger Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) sind am Donnerstag sechs Arbeiter verletzt worden, einer von ihnen schwer. Die Ursache für den Unfall ist bislang noch nicht geklärt.

Während Wartungsarbeiten an einem der Hochöfen der HKM war Gichtgas ausgetreten. Fünf Mitarbeiter wurden mit Kohlenmonoxid-Vergiftungen in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert. Ein offenbar schwerer verletzter Mann wurde mit dem Hubschrauber ins Uniklinikum Aachen gebracht. Dort soll er in einer Druckkammer behandelt werden. Das Unternehmen und die Düsseldorfer Bezirksregierung vermeldeten, dass die Ursache für den Gasaustritt bislang noch unklar sei. Die Duisburger Kriminalpolizei ermittelt bereits.

Zwei der verletzten Arbeiter konnten das Krankenhaus am Donnerstag Nachmittag verlassen. Sie waren an der Wartung des Hochofens beteiligt, der in der kommenden Woche für eine Reparatur stillgesetzt werden sollte. Solche Arbeiten seien Routine, so das Unternehmen.

Das ausgetretene Gichtgas enthält einen hohen Anteil an giftigem Kohlenmonoxid. Der Kontakt mit Kohlenmonoxid ist an Hochöfen nicht ungewöhnlich. Die Arbeiter hatten deshalb vorgeschriebene Schutzkleidung und Atemmasken getragen, hieß es am Donnerstag. Außerdem führten sie Warngeräte mit sich, die bei zu hohen Kohlenstoff-Monoxid-Werten Alarm schlagen sollen.

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