PCB-belastete Uni-Gebäude als Flüchtlingsheime vorgeschlagen

Zwei Gebäude der TU Dortmund stehen auf einer Liste für potenzielle Flüchtlingsheime. Nach Angaben der Universität handelt es sich dabei um zwei leerstehende Gebäude auf dem Campus-Süd. Diese wurden 2012 geräumt, nachdem eine PCB-Belastung festgestellt worden war.

Ob in den beiden Gebäuden tatsächlich Flüchtlinge einziehen werden, ist noch nicht entschieden. „Wir befinden uns in einem frühen Stadium der Prüfung, in etwa einer Woche können wir vielleicht mehr sagen“, sagt ein Sprecher der Bezirksregierung.  Eine PCB-Belastung könne ein Ausschlusskriterium sein.

Das Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW hatte im Auftrag der Bezirksregierung eine Liste mit 65 Gebäuden erstellt, die im Besitz des Landes NRW sind und als Flüchtlingsheime in Frage kommen. Darauf stehen unter anderem die beiden Gebäude an der TU.

„Unsere Aufgabe war es, den Leerstand an Gebäuden zu ermitteln, die prinzipiell für Flüchtlingsunterkünfte geeignet sind. Es war nicht unsere Aufgabe zu prüfen, ob die Vorschläge umsetzbar sind. Die Überprüfung ist Aufgabe der Bezirksregierung“, so BLB-Pressesprecher Jörg Fallmeier gegenüber der pflichtlektüre.  

TU Dortmund überrascht

Bei den Gebäuden an der TU Dortmund handelt es sich um ehemalige Räume der Maschinenbau- und Informatik-Fakultät auf dem Campus-Süd. Als festgestellt wurde, dass die Gebäude PCB-belastet sind, wurden sie 2012 geräumt. Dass sie jetzt auf der Liste der BLB auftauchen, überrascht die TU.

„Die Gebäude werden ja schon relativ lange nicht mehr genutzt, weil sie PCB-belastet sind. Deshalb konnten sie auch nicht saniert werden“, sagt Katharina Kruse von der Pressestelle der TU Dortmund. Die Universität habe bereits vor längerer Zeit das Seminargebäude und Gästehaus der TU in Witten-Bommerholz als Notunterkunft vorgeschlagen. Von diesem Vorschlag habe man aber nichts mehr gehört. „Der Vorschlag ist mit bekannt. Ich weiß aber nicht, was da der Stand der Verhandlungen mit der Stadt ist“, sagt Fallmeier.

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