Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsheime steigt

Die Zahl der Angriffe auf Asylbewerberheime hat sich 2014 im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht. Wie der „Tagespiegel“ am Dienstag berichtete, gab es allein im letzten Quartal mehr Delikte als im gesamten Vorjahr. Die Attacken richteten sich gegen die Unterkünfte oder ihre Bewohner. Dazu gehörten Angriffe mit Waffen oder Brandsätzen genauso wie volksverhetzende Parolen.

2014 kam es bundesweit zu mehr als 150 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte. Allein im letzten Quartal gab es 67 und damit mehr als im gesamten Jahr 2013, so der „Tagesspiegel“. Er beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.

Ein Grund für den Anstieg dürften die gestiegenen Flüchtlingszahlen sein. Migrantenorganisationen und Konfliktforscher vermuten auch, dass die Kundgebungen der Dresdner Pegida-Bewegung den Nährboden für diese Delikte bereitet haben. Bereits im November hatte sich die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), besorgt über die stark gestiegene Zahl von Angriffen auf Asylbewerberunterkünfte geäußert.