Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Besetzer der Reinoldikirche

Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat am Montag, 09. Januar, Ermittlungen gegen die acht Neonazis, die am vierten Advent vergangenen Jahres die Reinoldikirche in Dortmund besetzt hatten, eingeleitet.

Die acht Männer hatten am 16. Dezember 2016 die Reinoldkirche in Dortmund besetzt, Pyrotechnik vom Kirchturm abgefeuert und ausländerfeindliche Parolen gebrüllt. Pfarrerin Susanne Karmeier hatte daraufhin die Glocken läuten lassen, um so das Gebrüll der Besetzer zu übertönen. Die Polizei musste die Kirche räumen. Nun ist gegen alle elf Beteiligten ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Doch auch der Dortmunder Neonazi Michael Brück stellte Strafanzeige, und zwar gegen die Pfarrerin Susanne Karmeier. Der Vorwurf: gefährliche Körperverletzung. Laut Brück sei das Glockenspiel hörschädigend für das Gehör und die Belastung über einen Zeitraum von mehr als einer Stunde zu groß gewesen. Außerdem wird derzeit geprüft, ob sich die Polizei der fahrlässigen Körperverletzung verantworten muss, denn während die Polizisten sich während des Glockenspiels schützend die Ohren zuhalten konnten, war das den Randalierern in Handschellen nicht möglich.