Der perfekte Trainingspartner

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Partnerbörsen versprechen ja immer, die ganz große Liebe zu finden. Aber nicht alle: Mit der Sportpartnerbörse der TU Dortmund sollen Studenten nämlich den perfekten Trainingspartner finden. Egal, ob für einen Tanzkurs oder als  Joggingbegleitung. Kann das funktionieren? Die Pflichtlektüre-Autorin Meike Sartorius hat die Sportpartnerbörse getestet.

Tennis, das ist meine große Leidenschaft! Und eigentlich habe ich ja auch Training, aber eben nur am Wochenende. Aber wozu gibt es an der Uni denn Tennisplätze und sogar eine Tenniswand hinter dem Gebäude der Sportfakultät? Immer nur dagegen Bälle zu schlagen, ist auf die Dauer doch langweilig.

Mitspieler gesucht!

Ich brauche also dringend einen Mitspieler, habe ich mir gedacht und mich auf der Homepage des Hochschulsports der TU Dortmund umgesehen.  Unter dem Stichwort  Sportprogramm gibt es einen Link zur Sportpartnerbörse der TU Dortmund, mit der man online gleichstarke Mitspieler finden kann.

 

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So sieht die Suchmaske der Sportpartnerbörse aus.

Und so geht’s: In eine vorgefertigte Maske muss ich verschiedene Angaben zu mir und meinen sportlichen Fähigkeiten machen. Zuerst gebe ich in der Kategorie Sportart natürlich ‚Tennis‘ an. Dann kann ich noch mein Alter und sogar die Größe angeben. Ich könnte zusätzlich noch eingrenzen, dass ich nur nach Spielerinnen suche. Das ist mir aber eigentlich egal, solange wir auf gleichem Niveau spielen. Pflichtfeld sind allerdings meine spielerischen Kenntnisse, die ich auf einer Skala von ein bis fünf einschätzten soll. Da ich schon sehr lange spiele, aber dann doch kein Profi bin, gebe ich ‚4‘ an, also ‚Fortgeschrittene mit sehr guten Kenntnissen‘.

Wenn man möchte, kann man auch noch einen Anzeigetext schreiben. Ich halte mich kurz und schreibe lediglich: ‚Hi! Du siehst ja schon aus den Angaben, dass ich ambitionierte Tennisspielerin bin. Also melde dich einfach, wenn du Lust hast, mit mir ein bisschen zu zocken! Mit sportlichen Grüßen, Meike.‘ 

Auf einer Wellenlänge mit Simon

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Meike hat in Simon ihren perfekten Trainingspartner gefunden.

Nach einer Woche schreiben mir tatsächlich vier Studenten. Mit allen habe ich mich mal zum Tennis verabredet. Anders als vielleicht bei einem ersten Date, sind die Treffen total locker und eigentlich harmonieren von der Spielstärke her alle mit mir. Doch nur mit Simon hält sich der Kontakt langfristig. Er studiert Fahrzeugtechnik an der FH in Dortmund. Ihm sind die Tenniskurse der TU zu teuer. Deswegen hat auch er sich bei der Sportpartnerbörse angemeldet.

Schon seit dem Frühling treffen wir uns jetzt an den Gummiplätzen der Uni, um dort zwei Stunden lang Bälle zu schlagen. Dafür brauchten wir nur eine Tenniskarte für 30 Euro zu teilen, mit der wir das ganze Semester lang spielen können. „Das macht ziemlich viel Spaß!“, findet Simon. Und auch ich denke, wir sind auf einer Wellenlänge. Zu meinem Training im Verein ist das eine tolle Ergänzung. Eine echte Win-Win-Situation also!

 

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Für alle, die Lust haben, zu Zweit Sport zu treiben und noch auf der Suche nach einem Trainingspartner sind, hier der Link zur Sportpartnerbörse:

http://www.buchsys.ahs.tu-dortmund.de/cgi/sportpartnerboerse.cgi

Fotos: Meike Sartorius

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