UDE: Therapie gegen Alzheimer

Duisburg. Forschern der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist es gelungen, an Alzheimer erkrankte Mäuse mit einer molekularen Pinzette erfolgreich zu behandeln. Chemiker der UDE hatten das Molekül, das die Aminosäure Lysin wie eine Pinzette greifen kann, entwickelt. Der Forschungserfolg wird nun in der Medizin-Zeitschrift „Brain“ veröffentlicht.

Nachdem amerikanische Neurologen herausgefunden hatten, dass ein bestimmtes Lysin im Alzheimer-Peptid zum Tod von Millionen Nervenzellen führt, untersuchte eine deutsch-amerikanische Forschungsgruppe der UDE den Einfluss einer molekularen Pinzette auf das Lysin.

Die Forscher an der University of California in Los Angeles erprobten die Pinzette erst in Nervenzellen, später auch in Tierversuchen. Bei einer lebendigen Maus mit Alzheimer-Syndrom wurde gezeigt, dass die molekulare Pinzette die giftigen Aggregate des Alzheimer-Peptids auflöst. Die Pinzette hat keine Nebenwirkungen. Sie gilt als viel versprechende Möglichkeit für eine zukünftige Alzheimer-Therapie.

Laut UDE sei bei der Entwicklung einer speziell auf Menschen angepassten Behandlungsmethode allerdings noch Geduld erforderlich. Alzheimer verlaufe beim Menschen schleichend, was die Situation schwieriger mache. Noch unklar sei, ob ebenfalls verwandte Erkrankungen, darunter Parkinson oder Diabetis, mit der Pinzette behandelt werden können.

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