Heldenhafte Comic-Tage: Ein Besuch

Comic-Con_Lilith0612Normalerweise würde man das Fest der Liebe wohl nicht mit dem durchgeknallten Marvel Helden Deadpool assozieren, trotzdem kann er Weihnachtsstimmung verbreiten. Auf der ersten deutschen Comic Con in den Westfalenhallen verteilte gleich eine ganze Gruppe der Comicfigur mit Weihnachtsmützen Süßigkeiten – unsere Autorin Lilith Teusch war dabei.

Wie viele andere Fans war ich am Sonntagmorgen sehr aufgeregt. Schon die Straßenbahn war gefüllt mit bunt verkleideten Menschen und wurde bis zur Haltestelle Westfalenhallen immer voller. Obwohl nur ein Eingang zur Comic Con geöffnet war, musste ich nicht lange warten und kam schon bald in die erste Halle. Samstag war es wohl so voll gewesen, wie mir eine der vielen gut gelaunten Besucherinnen erzählte, dass ein Eingang sogar zum Problem geworden wäre:

Ich finde es wirklich toll hier, gestern war so ein Gerede auf Facebook, dass es nicht so toll war, aber das Problem war letzten Endes nur, dass es nur einen Eingang gab und man deshalb warten musste. Ich finde es super organisiert, viel Platz hier, sodass man nicht so ein Mega-Gedränge hat

Ein großer Teil der ersten Halle war zum Laisertag-Spielen reserviert, daneben waren Wände aufgestellt worden, an denen Unmengen Film und Comicbuch-Poster aufgehängt waren. Vor allem Stormtrooper und R2D2 und C3PO Paare lächelten mir von allen Seiten entgegen. Überall tummelten sich auffällig verkleidete, fröhliche Fans. Das es so voll war, schien viele Besucher nicht zu stören. Auch mich nicht, zumal mir das auch erst auffiel, als ich versuchte für ein Foto ein paar Schritte rückwärts zu gehen und prompt von einem gut gerüsteten Assassinen davon abgehalten wurde. 

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Auch die Besucher hatten viel Spaß an Verkleidung.

In der zweiten Halle war es deutlich voller als in der ersten. Da man hier keinen extra Platz für Laisertag brauchte, waren viele bunte Stände aufgebaut, an denen ich die passenden Hintergrundgeschichten zu den vielen Kostümen sehen konnte, die sich um mich herumquetschten. Der größte Teil der Besucher war verkleidet, viele als Deadpools- und auch verschiedene Star Wars-Kostüme konnte ich in der Menge ausmachen.

Da freuen sich einige genau so sehr wie ich auf die neuen Filme, dachte ich mir. Neben einigen fleißig werkelnden Zeichnern und Illustratoren, gab es am Ende der Halle auch etwas zu essen. Viel interessanter fand ich allerdings die Treppe in der Ecke daneben. Von der oberen Etage hatte ich einen guten Blick über die ganze Halle. Eine bunte Masse schob sich durch die Gänge, vom Fußboden war kaum noch ein Fleck zu erkennen.

Die Laune der Besucher war trotz der Enge nach wie vor gut:

Wir waren am Samstag auch schon den ganzen Tag hier, da war es deutlich leerer. Gerade ist es doch sehr voll und  man kommt überall nur sehr langsam durch. Aber man trifft viele coole Leute, es ist  interessant und macht soweit Spaß

Nette und vor allem interessante Leute habe ich auch viele kennengelernt. Die Veranstaltungsübersicht war allerdings leider zu begrenzt, um genau herauszufinden, wo wann was stattfindet. Dass es insgesamt zu wenig Programm in Anbetracht des recht hohen Eintrittspreises gab, war die einzige Kritik, die ich auf der Comic Con gehört habe.

Für die erste, deutsche Comic Con, die ja auch nur von Fans organisiert ist, ist sie schon ziemlich gut. Klar, es gibt ein paar Mängel grade auch was das Zeitmanagement angeht, aber ich finde bei so einer Veranstaltung muss man alles ein bisschen locker nehmen und dann macht es super viel Spaß, hier zu sein

Klar, ein Weihnachtsmarkt ist die Comic Con sicher nicht, aber einige Fans wollten sich wohl nicht komplett zwischen Weihnachts- und Comic-Thema entscheiden müssen: Auf dem Weg durch den Flur zwischen den beiden Hallen fielen mir zwei Psychos aus dem Spiel Borderands auf, die neben der klassischen Maske knallrote Weihnachtsmützen trugen. Die beiden Psychos waren nicht die einzigen Borderlandscharaktere, die ich auf der Con gesehen habe: Neben einigen gelungenen Moxxi Kostümen, konnte ich zu meiner Freude auch die Sirene Lilith ausfindig machen. 

Ich freue mich nach den vielen positiven Erlebnissen schon auf die nächste Comic Con, die 2016 in Stuttgart stattfinden wird und ich bin bestimmt nicht die Einzige, die nach der ersten Deutschen Comic Con gerne mehr möchte.

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Beitragsbilder: Lilith Teusch

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