Razzia in Wohnungen von Dortmunder Hooligans

Am frühen Dienstagmorgen (9. Mai 2017) hat die Polizei vier Wohnungen von Mitgliedern der BVB-Hooligan-Gruppe „0231 Riot“ in Dortmund durchsucht. Die Beamten beschlagnahmten unter anderem eine Schreckschusspistole und mehrere Baseballschläger. Die sichergestellten Gegenstände werden nun untersucht, um ein vereinsrechtliches Verbot der Gruppe voranzutreiben, meldet das Innenministerium.

Bei der Razzia wurden die Wohnungen der vier führenden Köpfe der „0231 Riots“ durchsucht. Die BVB-Hooligan-Gruppe, die sich auch „Ultras H“ nennt, existiert seit knapp zwei Jahren und besteht laut dem Magazin Reviersport aus 60 bis 80 Mitgliedern. Sie fällt immer wieder durch Gewalttätigkeiten auf. Bei der Durchsuchung am Dienstag wurden laut Innenministerium unter anderem Laptops, Handys, eine Schreckschusspistole, Sturmhauben und Baseballschläger sichergestellt.

Hintergrund der Razzien ist ein Ermittlungsverfahren gegen die Hooligan-Gruppierung aus Dortmund. Wenn die Beweislast der sichergestellten Gegenstände es zulässt, soll laut Innenministerium das Verbot der Gruppe folgen. „Wir müssen jetzt sorgfältig auswerten und prüfen, ob das für eine Verbot reicht“, erklärte Innenminister Ralf Jäger.

Wie die Ruhr Nachrichten meldeten, haben mehrere Mitglieder der Truppe bereits Stadionverbote bekommen.  Nun könnte es weitere Beweise geben, um die Hooligans zu belasten. „Für Gewaltjunkies, die andere einschüchtern, bedrohen und schlagen, ist in unserer Gesellschaft kein Platz. Der Staat zieht alle Register, damit der Fußball nicht von Schlägern tyrannisiert wird“, kommentierte Jäger die Razzia.

 

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