UDE-Forscher: Grünes Licht für Elektroautos

Duisburg/Essen. UDE-Professor Ferdinand Dudenhöfer untersucht zusammen mit 50 Wissenschaftlern der Uni Duisburg-Essen, Autobauer Ford, Energieversorger RheinEnergie und der Stadt Köln, ob sich Elektroautos für eine Metropole eignen. Dabei werden sie vom Bundesverkehrsministerium unterstützt.

Seit 2010 läuft das Großprojekt „colognE-Mobil“, für das 15 Lehrstühle der Uni Duisburg-Essen intensiv geforscht haben. Jetzt wurde Zwischenbillanz gezogen: Detaillierte Verkehrsanalysen, realte Tests und Simulationen mit Echtdaten, in denen virtuell über 30.000 Autos in Köln simuliert wurden, liefern wichtige Erkenntnisse.

Die ersten Forschungsergebnisse zeigen, dass Elektroautos alltags- und großstadttauglich sind. Eine Batterieladung reicht bei 3 Fahrten á 30 Kilometer für etwa vier Tage. Professor Dudenhöfer wertet die Ergebnisse positiv: „Elektromobilität wäre für Großstädte schon heute machbar und auch sinnvoll!“.

Die UDE-Wissenschaftler räumten auch ein großes Vorurteil auf. Es gäbe nämlich keine Folgen für die Elektromobilität durch den Ausstieg aus der Atomenergie. „Selbst, wenn die Strompreise um 25 Prozent stiegen, bliebe die jährliche Ladung fürs Elektroauto immer noch halb so teuer. Und dabei ist nicht einmal berücksichtigt, dass die Benzinpreise ständig klettern“, erklärt Professor Dudenhöfer.

Das Projekt läuft noch bis zum Herbst diesen Jahres.