Laufen, um zu leben

2007 verlor David Behre bei einem Zugunfall seine beiden Unterschenkel. Heute gehört der 27-Jährige zu Deutschlands Ausnahmesportlern und ist gleichzeitig einer der erfolgreichsten Behindertensportler der Welt.

Es ist der 8. September 2007. Dieser Tag veränderte das Leben des damals 20-jährigen Schülers David Behre schlagartig. Nach einer Party fährt er mit seinem Rad nach Hause und überquert einen Bahnübergang. Das Fatale: die Schranken des Bahnüberganges sind defekt und senken sich nicht. Ein Güterzug erfasst David. Er verliert seine Unterschenkel.

Im Krankenhaus sieht Behre eine Dokumentation über den „Blade-Runner“ Oscar Pistorius. Davids Entschluss steht fest: Er will Prothesensprinter werden! Genau fünf Jahre nach seinem Unfall startet Behre bei den Paralympics in London im 400-Meter-Finale mit Europarekord. Mit der Sprintstaffel über vier mal 100 Meter gewinnt er außerdem die Bronzemedaille. Doch dabei soll es nicht bleiben. Sein neuestes Ziel: In Rio 2016 will er eine Einzelmedaille holen und seinen einzigartigen Sprint ins Leben fortsetzen.

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