Wissenswert: Ploppfolie

Es fühlt sich wabbelig und weich an, flutscht zwischen den Fingern hin und her. Man drückt zu und mit einem witzig klingenden „Plopp“ ist die kleine Luftblase zerplatzt. Knallfolie, Noppenfolie, Luftpolsterfolie oder Ploppfolie: viele Namen für ein Phänomen, das uns im Alltag ständig begegnet und nicht wenigen ein kurzes Grinsen schenkt.

Ploppen

Apple, Microsoft, Google, Ploppfolien – auch die Knallfolie gehört zu den berühmten Garagen-Erfindungen. Alfred Fielding und Marc Chavannes entwickelten 1957 in einer New Yorker Garage eine Folie, die ursprünglich eine Schmutz abweisende Tapete werden sollte. Die Erfinder selbst kamen auf die Idee, dass ihr Produkt sich eher als abfedernde Verpackung eignet. Ein paar Jahre später gründeten die beiden Entwickler ihre Firma Sealed Air und seitdem besteht auch der geschützte Begriff „Bubble Wrap®“.

Wie kommt die Luft in die Noppen?

Inzwischen wird Luftpolsterfolie als Verpackungsmaterial überall auf der Welt gebraucht und polstert Zerbrechliches, Wertvolles und Empfindliches gegen Schäden ab. Die Folie ist aus zwei Schichten aufgebaut: eine mit Noppen und eine andere, die die mit Luft gefüllten Noppen auf der Unterseite verschließt.

Luftpolsterfolienrolle

Damit zwischen diesen zwei Folien überhaupt Luft eingeschlossen werden kann, werden zunächst zwei Kunststoffbahnen über zwei Heizwalzen erhitzt. So wird das Plastik formbar und klebt später aneinander. Eine der beiden Kunststoffbahnen wird dann über eine Formwalze gezogen. In diese Walze sind die Noppen negativ eingelassen, das heißt, auf der Walze sind in regelmäßigen Abständen Noppenlöcher. Die Formwalze saugt die Folie an. So wird die weiche Folie auch in die Noppenlöcher gezogen. Jetzt wird die zweite angewärmte Folie schnell über die eingesaugte Folie gelegt und verschließt die mit Luft gefüllten Noppen. Soll die Luftpolsterfolie noch stabiler sein, wird eine dritte Schicht Folie über die Noppen gezogen. 

Ploppfolie bereichert die Welt

Die eingeschlossene Luft hat vor allem ihre Erfinder reich gemacht. Inzwischen macht das Unternehmen Sealed Air Milliardenumsätze mithilfe weiterer Verpackungsprodukte und beschäftigt 25 000 Mitarbeiter.

Manche sprechen der Ploppfolie sogar einen kulturellen Effekt zu. Es existieren mehrere Fanseiten sowie Websites auf denen man die Noppen virtuell zerplatzen lassen kann. Wer es Ploppschlüsselanhängerständig ploppen lassen will, kann sich auch entsprechende Apps herunterladen. Und wer das realistische, wabbelige, weiche Gefühl zwischen den Fingern braucht, kann bei ebay Kartons voll Ploppfolie ersteigern oder einen Schlüsselanhänger kaufen, der das „Ploppen“ imitiert. Spätestens bis zum 26. Januar sollte man sich eingedeckt haben, denn dann ist der „Bubble Wrap® Appreciation Day“ . Jeden letzten Montag im Monat feiern Firma und Fans den Ehrentag der Luftpolsterfolie: An diesem Tag muss sich niemand schämen, wenn er mit Begeisterung die Ploppfolie zerploppt.

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