Guter Start ins Unileben

Die UniCard beantragen, die Lehrbücher ausleihen, wichtige Ansprechpartner kennenlernen, sich für die Seminare anmelden – sich zum ersten Mal auf dem Campus zurechtfinden kann schon überfordern. Aber wenn man sich dazu noch in einem völlig anderen Land befindet und dessen Sprache nicht wirklich beherrscht, wird alles noch komplizierter. Die Begrüßungsveranstaltung Come2Campus vom Referat Internationales der TU Dortmund soll neuen ausländischen Studierenden das Uni-Leben erleichtern.

Sie kommen nach Dortmund – nicht nur für ein Semester. Manche sind erst seit ein paar Tagen in Deutschland, andere leben hier schon Jahre. Manche sprechen schon fließend Deutsch, andere können sich nur auf Englisch verständigen. Aber alle haben ein Ziel:  ihr komplettes Studium, Bachelor oder Master, an der TU Dortmund zu absolvieren.

Sourabh Dhotre und Shrishoul Joshi freuen sich über die Teilnahme am Programm. Fotos: Anastasia Mehrens. Teaserfoto: pixelio.de/ Dr. Stephan Barth

Sourabh Dhotre und Shrishoul Joshi freuen sich über die Teilnahme am Programm. Fotos: Anastasia Mehrens. Teaserfoto: pixelio.de/ Dr. Stephan Barth

Sourabh Dhotre und Shrishoul Joshi haben sich für das komplette Master-Studium in Manufacturing Technology an der TU Dortmund entschieden. Um sich den Einstieg in den Uni-Alltag zu erleichtern, haben sich die beiden Studenten aus Indien für das Come2Campus-Programm angemeldet und haben es nicht bereut: „Das Angebot ist richtig gut. Wir haben so viele andere Studenten kennengelernt und so viele wichtige Informationen bekommen. Allein hätten wir es nicht so schnell geschafft.“

Paten von der TU

Genau das will das Referat International mit seinem Programm erreichen. Vom 4. bis zum 6. Oktober hat die Universität die neuen  internationalen Studenten begrüßt und versucht ihnen die Besonderheiten des Studiums und Lebens in Deutschland zu erklären. Die erste Zeit in einem neuen Land sei sehr aufregend und es könnten sich einem auch manchmal zu viele Herausforderungen stellen, sagt Barbara Schneider, Leiterin des Referats Internationales.

So wird den internationalen Studenten die Hilfe von Paten angeboten: Die erfahrenen Studenten aus dem gleichen Fachbereich kümmern sich in der Anfangszeit um ihre „Patenkinder“, zeigen ihnen den Campus, geben Tipps für das Studium oder nehmen sie einfach mit zu Partys. Mitunter dauert die Unterstützung manchmal ein paar Wochen, aber manchmal auch ein paar Jahre.

Ca. 150 internationale Studenten haben sich für das Come2Campus-Programm angemeldet.

Circa 150 internationale Studenten haben sich für das Come2Campus-Programm angemeldet.

Über die Möglichkeit,  schon vor dem Studienanfang mehr über die Professoren zu erfahren, freut sich Ilya Vinogradov. Am ersten Tag bei Come2Campus hat ihm sein Pate das Gebäude gezeigt, wo der Student aus Russland bald seine Physik-Veranstaltungen haben wird.

Umfassende Unterstützung

Neben Tipps von Paten erhalten die Studenten aus circa 40 unterschiedlichen Ländern Hilfeangebote von mehreren Stellen der Technischen Universität. Am zweiten Tag des Programms wurde über alle Möglichkeiten in den Info-Präsentationen im Audimax erzählt. Abgesehen vom Referat Internationales bieten die Ausländerbeauftragten der Fakultäten, der AStA oder religiöse Gemeinden der Universität Unterstützung und Beratung an. In den Präsentationen lernen die Studenten die wichtigsten Ansprechpartner und deren Adressen kennen.

Auch ein anderer wichtiger Punkt für alle, die aus dem Ausland kommen, wird nicht vergessen. Freundlich und verständlich erzählen die Mitarbeiter der Ausländerbehörde, was man auf keinen Fall vergessen darf, wenn man Deutschland nicht vorzeitig verlassen möchte: Wie viel Geld man auf dem Konto nachweisen muss, wie viele Arbeitsstunden man nicht überschreiten darf und wie schnell man mit dem Studium fertig sein muss.

Sport um Kontakte zu knüpfen

Auch die Infotische wurden für Studenten organisiert.

Auch Infotische wurden für die ausländischen Studenten organisiert.

Auch Jan-Philipp Müller, Leiter des Hochschulsports, präsentiert seinen Bereich nicht nur als eine Möglichkeit um den Körper fit zu halten, sondern um neue Menschen kennenzulernen und dabei sogar sein Deutsch zu verbessern.

Die Meinungen der Studenten über die Info-Präsentationen waren eindeutig: „sehr hilfreich“. Auch Djuidje aus Kamerun zeigt zufrieden ihre Liste mit den aufgeschriebenen Telefonnummern: „Jetzt weiß ich, bei wem ich mich melden soll, wenn ich Probleme habe“, sagt die Studentin der Chemischen Biologie. Die Fragen, die sie immer noch hat, klärt sie sofort an den Infotischen mit den Referenten und sammelt sorgfältig Flyers.

Nach dem offiziellen Teil, wird den neuen Dortmunder Studenten die Stadt gezeigt – natürlich mit Insider-Tipps. Und wer sich an das typisch deutsche Herbstwetter noch nicht gewöhnt hat, kann sich am Abend bei der Come2Campus-Party aufwärmen. Denn das gemeinsame Feiern gehört zum Einleben in Dortmund und an der Uni einfach dazu.

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