Envio-Skandal: Studie bestätigt gesundheitliche Folgen

Dortmund. Bei vorerst 46 Opfern des PCB-Skandals der Firma Envio besteht nun ein begründeter Verdacht auf schwere gesundheitliche Folgen.

Ein Jahr lang hat eine Arbeitsgruppe am Aachener Uniklinikum die Betroffenen des Envio-Skandals (wir berichteten) untersucht . Die Studie zeigt, dass auffallend viele Beschäftigte der Firma schwere Organstörungen aufweisen. Viele der Studienteilnehmer leidern vor allem unter Schilddrüsen-Unterfunktionen, Störungen des Immunsystems und Nervenfunktionsstörungen.

„Verglichen wurden hoch und niedrig belastete Personen“, erklärt der Mediziner Thomas Kraus den Ruhrnachrichten. Der Kampf um den Beweis einer anerkannten Berufskrankheit geht nun erst los. Die Berufsgenossenschaften prüfen nun jeden einzelnen Fall. Erst dann wird entschieden, wer auf das Geld hoffen darf.