CDU und FDP wollen Rückkehr zu G9

Bei Koalitionsverhandlungen haben sich CDU und FDP auf die Abkehr vom Turbo-Abi geeinigt. G9 soll wieder zum Regelfall werden. Einzelne Gymnasien dürfen aber auch beim verkürzten Schulsystem bleiben.

Vor der Wahl im Mai plädierten die Parteien noch dafür es den Schulen selbst zu überlassen, ob sie sich für G8 oder G9 entschieden. Nun haben sie beschlossen, klarere Vorgaben zu machen: Ab dem Schuljahr 2019/2020 soll das Abitur nach neun Jahren wieder eingeführt werden. Das haben CDU und FDP am Mittwoch (7. Juni 2017) bei ihrer vierten Koalitionsrunde in Düsseldorf entschieden.

Schulen, die sich jedoch für ein G8 System aussprechen, soll diese Variante offen stehen. Sie erhalten laut FDP-Chef Christian Lindner eine besondere Förderung. Mit dieser Regelung steht NRW alleine dar. Bayern und Niedersachsen waren zuvor im gesamten Bundesland zu G9 zurückgekehrt. Dass die beiden Parteien nun entgegen ihres Wahlversprechens entschieden haben, erklären die Parteichefs mit den Erfahrungen in Hessen. Dort stimmten 90 Prozent der Schulen für das Abitur nach insgesamt 13 Schuljahren. 

 
 

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