Unis und Verkehrsbetriebe rüsten auf

In diesen Wochen werden in NRW so viele Schüler wie nie zuvor ihr Abitur absolvieren – und ein Großteil will anschließend  studieren. Pflichtlektüre Online erklärt, wie die Universitäten in Dortmund, Bochum und Duisburg-Essen sowie die Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet den zu erwartenden Studenten-Ansturm auffangen wollen und was geplant ist.

Schon bereit für den Studentenansturm? Der Campus der TU Dortmund. Foto: Pressestelle TU Dortmund

Schon bereit für den Studentenansturm? Der Campus der TU Dortmund. Foto: Pressestelle TU Dortmund

Studenten in langen Schlangen an der Mensa, Studenten in Kinosälen statt in Hörsälen, Studenten am Existenzminium durch Verzögerungen bei Bafög-Anträgen: Student zu sein ist derzeit nicht leicht. Es studieren so viele junge Menschen wie nie zuvor – und jetzt bricht doppelte Abiturjahrgang über die Universitäten herein. Durch die Verkürzung des Abiturs werden die Rekordzahlen der vorigen Semester wohl noch deutlich übertroffen. Wie sind die Ruhr-Unis vorbereitet?

TU Dortmund. „15.000 Quadratmeter zusätzlichen Platz für zusätzliche Büros und Seminarräume benötigt die Universität Dortmund“, prognostiziert Pressesprecherin Angelika Mikus. Bereits im vergangenen November wurde das Seminargebäude am Friedrich-Wöhler-Weg auf dem Campus Nord fertiggestellt, das einen großen Hörsaal, elf Seminarräume, 27 Arbeitsräume und weitere 27 Büro- und sieben Übungsräume bietet. Da der im Februar 2013 bezogene Logistikcampus der Fraunhofer-Gesellschaft nicht ausreicht, plant die Dortmunder Universität, weitere Räume im Technologiezentrum anzumieten.

Bei den Fachschaften Maschinenbau, Informatik, Physik und Chemie geht es richtig rund: Die bisherigen Geschossbauten IV (Maschinenbau) und V (Informatik sowie ITMC) auf dem Campus Süd sowie das Physik- und Chemie-Gebäude auf dem Campus Nord werden durch neue Gebäude teilweise ergänzt, teilweise ganz ersetzt. Die bisherigen Physik- und Chemie-Gebäudekomplexe werden, so plant die Universität, grundsaniert und anschließend wieder durch die Fakultäten genutzt. Das neue Maschinenbau-Gebäude wird, wie das alte, auf dem Campus Süd errichtet, die Fakultät für Informatik sowie das ITMC dagegen auf dem Nord-Campus. Die Fertigstellungstermine reichen bis in das Jahr 2014 hinein.

Um Schlangen zu verhindern, investiert das Studentenwerk in seinen Gastronomiebereich. Foto: Florian Hückelheim

Um Schlangen zu verhindern, investiert das Studentenwerk in seinen Gastronomiebereich. Foto: Florian Hückelheim

Studentenwerk TU Dortmund. Da die Mensa auf dem Campus Nord schon jetzt an seine Kapazitätsgrenzen stößt, plant das Studentenwerk der TU Dortmund verschiedene Maßnahmen. So soll das Sonnendeck von 160 auf 240 Sitzplätze ausgebaut werden. Die Fertigstellung ist für Oktober 2013 angsetzt.

Die Archeteria auf dem Campus Süd verfügt derzeit über 240 Sitzplätze. Um steigenden Studierendenzahlen gerecht zu werden, soll der aktuell unbenutzte erste Stock mit der ehemaligen Mensaküche wieder in Betrieb genommen werden. „Der neue Gästebereich nimmt 300 weitere Studierenden auf  und wird nach Plan im Dezember 2013 fertiggestellt, sowie im Januar 2014 eröffnet“, stellt Stefanie Kortmann vom Studentenwerk in Aussicht.

Während der Bauphase soll ein mobiler Speisewagen die Studenten auf Campus Süd versorgen. Weitere Pläne zur Renovierung des Mensa-Foyers,  zum Umbau des Studimarkts und für eine Aufstockung des Mensa-Personals seien in Arbeit, aber noch nicht „spruchreif“.

DSW21. „Seit Herbst 2012 fahren morgens und nachmittags Verstärkerbusse zur und von der Universität“, so Pressesprecher Thomas Steffen. Im Fokus stünden die Kapazitätserhöhungen auf den Buslinien und weitere Verstärkungen stark befahrener Verbindungen. Der neue Fahrplan ab dem 9. Juni 2013 soll bereits neue Möglichkeiten für bessere Verbindungen integrieren.

VRR. Die steigende Nachfrage bewog den VRR laut eigenen Angaben, morgens zur Hauptverkehrszeit einen zusätzlichen Zug bei den Linien RB40 und S1 einzusetzen. Weitere Verstärkungen seien geplant, aber noch nicht fix.

Weiterlesen: Wie RUB, UDE und die Verkehrsbetriebe der zwei Städte dem Studentenansturm begegnen

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